Im vergangenen Jahr gerieten immer wieder Feuerwehrautos in Brand, in Treffurt im Wartburgkreis brannte darum sogar eine Fahrzeughalle nieder. Fünf Einsatzfahrzeuge wurden zerstört. Auch in Simmerberg im Landkreis Lindau brach im September ein Feuer in einem Einsatzfahrzeug aus und beschädigte das Gebäude. Ursache könnte ein alter Lichtschalter in bestimmten Feuerwehrfahrzeugen sein. Nun warnt der Ulmer Hersteller Magirus vor Defekten bei älteren Modellen.
Magirus warnt vor defekten Lichtschaltern in Iveco-Feuerwehrautos
Bestimmte Fahrzeuge mit Iveco-Fahrgestellen sollten laut Hersteller einer technischen Überprüfung unterzogen werden. Genauer geht es dabei um verbaute Lichtschalter, die wohl im Zusammenhang mit (beinahe) Brandereignissen stehen könnten.
Bereits im Dezember hatte der Hersteller mitgeteilt, entsprechenden Hinweisen nachzugehen, und verweist dabei auf Medienberichte und eine Mitteilung des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Kiel. Betroffen sind laut Magirus derzeit Fahrzeuge auf Iveco-Euro-Baureihen-Fahrgestellen, die zwischen 1992 und 2002 hergestellt wurden. Auch einzelne Erstzulassungen bis 2005 könnten betroffen sein.
Diese Modelle sollten überprüft werden:
- EuroCargo
- EuroFire
- EuroTech
- EuroTrakker
Ulmer Hersteller bleibt mit IFS im Austausch zu Brandgefahr
Aktuell schließt Magirus einen Zusammenhang zwischen den Bränden und dem Schalter für Stand- und Abblendlicht nicht aus. Die untersuchten Bauteile wiesen wohl nach mehr als 20 Jahren Nutzung im Inneren Veränderungen auf, die äußerlich nicht immer erkennbar seien.
Feuerwehren seien deswegen angehalten, die entsprechenden Fahrzeuge in einer Iveco-Werkstatt vorzustellen und den Lichtschalter vorsorglich auszutauschen. Zudem solle die elektrische Installation des Fahrzeuges umfassend geprüft werden, sofern elektrische Nachrüstungen vorgenommen wurden. Damit könnten mögliche Risiken frühzeitig erkannt und behoben werden.
Für andere Bauformen gebe es laut Hersteller derzeit keine Hinweise auf einen vergleichbaren Defekt. Über weitere Erkenntnisse möchte Magirus entsprechend informieren. Die Ulmer Firma stehe weiterhin im Austausch mit dem IFS.
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