Ganz unbekannt waren die Aufgaben eines Mesners Thomas Colditz vor der Entscheidung, hauptberuflich am Ulmer Münster als Mesner anzufangen, nicht. Stellvertretend war er bereits an der Pauluskirche tätig gewesen, hatte dort zum Beispiel immer geholfen, die Podeste für Chorkonzerte aufzubauen – was er auch heute noch tut.
Colditz ist nun also der Nachfolger des in den Ruhestand gegangenen Eberhard Roller. Die Entscheidung fürs Münster fiel gerade, als die Firma, für die er arbeitete, ihren Standort verlagerte – und Colditz‘ Frau, eine gebürtige Ulmerin, nicht aus der Stadt wegwollte.
Der 56-Jährige selbst stammt aus Aue in Sachsen, wuchs dort zu DDR-Zeiten auf und durfte seinen Traumberuf Schreiner nicht lernen, weil seine Eltern und auch er selbst die falsche Einstellung hatten, wie er erzählt. Die Familie war in der methodistischen Kirche engagiert.
Nach Ulm kam Colditz 1991 – und lernte in Ulm im Posaunenchor seine spätere Frau kennen. Der Posaunenchor ist auch heute das wichtigste Hobby des Vaters einer Tochter. Daneben kocht und backt er gern, fährt Fahrrad und im Winter Ski.
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