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Fast zehn Einsätze pro Tag: So oft eilten die Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm 2025 zu Hilfe

Landkreis Neu-Ulm

Fast zehn Einsätze pro Tag: So oft eilten die Feuerwehren zu Hilfe

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    Die technische Hilfeleistung, vor allem auch bei Verkehrsunfällen, wie hier auf der Kreisstraße NU5 zwischen Illertissen und Unterroth, bildete mit nahezu 50 Prozent aller Einsätze den Schwerpunkt der Tätigkeiten der Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm für das Jahr 2025.
    Die technische Hilfeleistung, vor allem auch bei Verkehrsunfällen, wie hier auf der Kreisstraße NU5 zwischen Illertissen und Unterroth, bildete mit nahezu 50 Prozent aller Einsätze den Schwerpunkt der Tätigkeiten der Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm für das Jahr 2025. Foto: Wilhelm Schmid (Archivbild)

    Mehr als 3400 – und damit fast zehn Einsätze pro Tag – hatten die rund 2900 Feuerwehrleute im Landkreis Neu-Ulm im Jahr 2025 abzuarbeiten, wobei fast die Hälfte der Tätigkeiten auf den Bereich technische Hilfeleistung zum Beispiel bei Verkehrsunfällen entfiel. Die andere Hälfte verteilt sich auf Brände, mit nur noch zehn Prozent, Sicherheitswachen, mit etwa einem Drittel und einen Rest sonstiger Aufgaben. Dass mehr als 600 Personen aus Gefahrenlagen gerettet wurden, aber auch je 25 Personen im Einsatz und beim First-Responder-Dienst durch qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer nur noch tot vorgefunden und geborgen werden mussten, war ebenfalls Teil der Jahresstatistik 2025. Kreisbrandrat Bernhard Schmidt stellte die Zahlen bei der Kommandanten-Dienstversammlung des Landkreises in Nersingen vor.

    Der gesamte Personalstand der Feuerwehren einschließlich der Frauen- und Jugendanteile blieb im Vergleich zu 2024 nahezu gleich, sodass Schmidt diesen als stabil bezeichnete. Er rief dazu auf, in der Förderung der Jugendarbeit mit rund 500 Anwärterinnen und Anwärtern zwischen 13 und 17 Jahren sowie bei der Betreuung der Kinderfeuerwehrgruppen mit 389 Sechs- bis Zwölfjährigen weiterhin große Anstrengungen zu unternehmen.

    Frieden und gemäßigtes Klima seien „drauf und dran“, „sich ins Gegenteil zu verkehren“

    Zahlreiche Aktive unterzogen sich zusätzlich zu den Übungen in ihrer Ortsfeuerwehr in 68 Lehrgängen an den staatlichen Feuerwehrschulen und in ebenfalls 68 Fortbildungen im Landkreis, einer Reihe von mehrtägigen Lehrgängen. Darüber hinaus absolvierten 342 Feuerwehrleute diverse Leistungsprüfungen.

    Ausführlich ging Kreisbrandrat Schmidt auf die aktuelle weltpolitische Situation sowie die Erfahrungen aus den Katastrophenlagen der vergangenen Jahre mit Pandemie und Hochwasser ein. Man müsse sich darauf einstellen, dass Frieden und gemäßigtes Klima „drauf und dran“ seien, „sich ins Gegenteil zu verkehren“.

    Den Feuerwehren obliege es zwar nicht, zu definieren, was Gesellschaft und Politik hier zu tun hätten, sie müssten aber ihre ureigenste Aufgabe erfüllen, die darin bestehe, die Folgen der aktuellen Entwicklungen durch Weiterentwicklung von Katastrophen- und Zivilschutz zu bekämpfen.

    In Senden entsteht ein Katastrophenschutzzentrum für den Landkreis Neu-Ulm

    Dazu zeigte er die Bedeutung des Katastrophenschutzzentrums auf, das derzeit für den Landkreis Neu-Ulm geplant wird. Standort wird, wie berichtet, die Stadt Senden, die dafür ein Grundstück angeboten hat. Zusätzlich zum dort dringend benötigten neuen Rotkreuzhaus sollen dabei im Hauptgebäude Lehrsäle, Besprechungsräume, Büros, Werkstätten und weitere Einrichtungen entstehen, die gemeinsam vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und vom Katastrophenschutz genutzt werden.

    Auch die Fahrzeughalle soll für beide Zwecke bereitstehen, wobei direkt dabei eine eigene, mit Notstrom versorgbare, Tankstelle die Kraftstoffversorgung in Notfällen für alle Einsatzfahrzeuge im Landkreis sicherstellen soll. Wichtiger Bestandteil der Einrichtung ist außerdem die zentrale Lagerung von Einsatzmaterial für Katastrophen wie Feldbetten, Matratzen, Sandsäcke und Notstromaggregate bis zu Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln.

    Die Umsetzung des Vorhabens hat bereits begonnen: In diesem Jahr stehen 50.000 Euro für die laufende Planung des Zentrums zur Verfügung. Kreisbrandrat Schmidt schloss seinen Blick in die Zukunft des Katastrophenschutzzentrums mit einem Schriftstellerzitat: „Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut allmählich Vernunft annimmt.“

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