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Hannover/Pfaffenhofen: Eklat um Daniel Langhans: "Nazis geben in der Ukraine den Ton an"

Hannover/Pfaffenhofen

Eklat um Daniel Langhans: "Nazis geben in der Ukraine den Ton an"

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    Daniel Langhans aus Pfaffenhofen wurde bei einer Corona-Demo der Querdenker von der Polizei von der Bühne geholt.
    Daniel Langhans aus Pfaffenhofen wurde bei einer Corona-Demo der Querdenker von der Polizei von der Bühne geholt. Foto: Alexander Kaya

    Corona ist ein "Projekt", und der Microsoft-Gründer Bill Gates nehme dabei eine zentrale Rolle ein. Der Milliardär wolle die Weltbevölkerung reduzieren und nutze dazu Covid-19-Impfungen, behauptet Daniel Langhans. Der 63-Jährige aus Pfaffenhofen an der Roth, der auch immer wieder bei den sogenannten "Spaziergängen" durch Ulm und Neu-Ulm vertreten war, kandidierte im vergangenen Jahr im Wahlkreis Neu-Ulm für den Bundestag. 443 Stimmen erhielt er. Am Wochenende wurde er bei einer Demonstration der "Querdenker" in Hannover von der Polizei von der Bühne geholt, nachdem er unter anderem sagte, in der Ukraine würde "dreckiger Nationalsozialismus den Ton angeben".

    Nach Schätzungen der Polizei waren rund 2550 "Querdenker" durch Hannovers Innenstadt gezogen. Gute vier Minuten stand Langhaus bei der Kundgebung auf dem Opernplatz auf dem Podest. Er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Peace". Darunter war ein Herz abgebildet, das zur einen Hälfte mit den russischen und zur anderen mit den ukrainischen Landesfarben gefüllt war. Dazu sagt er: "Sie wollen uns erzählen, dass es einen Bösen gäbe, der erst die Ukraine und dann die ganze Welt mit Krieg überziehe. Aber wir wissen, dass das wieder eine große, große Lüge ist." Das, was von der Nato komme und schon immer gekommen sei, "ist reine Kriegstreiberei".

    Auflage bei Corona-Demo in Hannover: Keine Äußerungen zu Russlands Krieg in der Ukraine

    Wenige Augenblicke später wurde Langhans von mehreren Beamtinnen und Beamten von der Bühne geholt und zu einem Kastenwagen begleitet. Die Veranstalter der Demo werteten das als erneuten Beweis dafür, dass es keine freie Meinungsäußerung in Deutschland mehr gebe. Allerdings war von der Polizei die Auflage erteilt worden, dass es während der Demo keine Äußerungen zu Russlands Angriffskrieg in der Ukraine geben dürfe.

    Da Langhaus laut Polizei "den politischen Zustand in der Ukraine mit dem nationalsozialistischen Unrechtsregime Nazideutschlands verglich, dessen Ende forderte und damit den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine unterstützte", wurden gegen ihn zwei Verfahren eingeleitet: eines wegen einer Ordnungswidrigkeit wegen des Verstoßens gegen die geltenden Beschränkungen der Versammlung und eines wegen einer Straftat wegen Belohnung und Billigung von Straftaten.

    "Außerdem gab es einen Einzelteilnehmer-Ausschluss gegen die Person", sagte Polizeisprecher Dennis Schmitt der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Konkret hieß das: Langhans musste nicht nur die Kundgebung verlassen, sondern durfte auch nicht im anschließenden Demozug durch Niedersachsens Landeshauptstadt mitlaufen.

    Zwei weitere Strafanzeigen schrieb die Polizei gegen zwei Teilnehmer wegen Verunglimpfung von Nationalflaggen: Sie hatten die Deutschlandfahne gezeigt - versehen jeweils mit einer Banane.

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