Selbst bei Personen, die tagtäglich mit Geburten zu tun haben, scheint sich der tragische Fall aus Neu-Ulm noch nicht herumgesprochen zu haben. Im September 2023 stirbt ein neugeborenes Kind nur wenige Stunden nach einer Hausgeburt. Mutter (30) und Großmutter (58) des Kindes müssen sich kommende Woche wegen fahrlässiger Kindstötung vor dem Neu-Ulmer Amtsgericht verantworten. Eine Hebamme war bei der Geburt wohl nicht anwesend, zumindest geht das aus der Anklage nicht hervor. Sogenannte Alleingeburten sind ein „ganz schlimmer Trend“, sagt Yvonne Wagner-Brüchner, Hebamme beim Geburtshaus Ulm. „Das ist gefährlich.“ Beim Gedanken an das Schicksal der Familie bekommt sie „Gänsehaut“.
Ulm/Neu-Ulm
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren