Irgendwie ist seit Frühjahr der Wurm drin: Als der Abfallwirtschaftsbetrieb unvorbereitete Bürger per Post wissen ließ, wie viel sie künftig für Müll- und Bioabfall bezahlen müssen. Als die Verantwortlichen sich fast trotzig hinter das neue Gebührensystem stellten und wenig Empathie für die Bürgerinnen und Bürger zeigten, die ab 2026 das Doppelte und Dreifache für die Leerung ihrer Tonnen bezahlen sollten und das in Zeiten allgegenwärtig steigender Preise. Dabei war ihnen zuvor vermittelt worden, die Abfallwirtschaft werde eher günstiger, keinesfalls aber teurer, wenn der Kreis den Job der Kommunen übernimmt. Auch Öffentlichkeitsarbeit und Kundenservice liefen nicht rund. Proteste, Petitionen und eine Flut von Leserbriefen später riss der Kreis das Ruder herum, kürzte die Grundgebühr und stellte ein neues System in Aussicht.
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