Mordfall Rafael Blumenstock: Neue Hinweise durch Aktenzeichen XY?
Ulm
Ulms bekanntester Coldcase: Liefert Aktenzeichen XY neue Hinweise zum brutalen Mordfall Blumenstock?
Vor über 30 Jahren wurde ein junger Mann auf dem Ulmer Münsterplatz ermordet. Am Mittwoch greift Aktenzeichen XY den Fall auf. Melden sich neue Zeugen?
Der brutale Mord an Rafael Blumenstock hat die Menschen aufgewühlt. Nach 25 Jahren wird der Fall in der Sendung Aktenzeichen XY ... ungelöst aufgegriffen.Foto: Horst Hörger (Archiv)
Ein erschreckender, brutaler Mord in Ulm wird in der Fahndungssendung Aktenzeichen XY ... ungelöst aufgegriffen (Mittwoch, 30. Juli, 20.15 Uhr, ZDF): Der Fall Rafael Blumenstock. Er konnte nie aufgeklärt werden. Jetzt, nach knapp 35 Jahren ergebnisloser Ermittlungen, erhofft sich die Polizei neue Hinweise.
Dieser Mord hat die Menschen im Raum Ulm/Neu-Ulm damals verstört, denn er wurde mit ungeheurer Grausamkeit begangen. Am Morgen des 4. November 1990 war die entstellte Leiche des 28-jährigen Rafael Blumenstock auf dem Münsterplatz zwischen Blumenkübeln und einem geparkten Auto gegenüber dem damaligen Haushaltswarengeschäft Abt gefunden worden. Der Körper war mit 19 Messerstichen traktiert worden, das Gesicht war von Tritten und Schlägen völlig entstellt. Als wäre das noch nicht genug, schnitt einer der Täter dem Toten die Nase ab.
Mord an Rafael Blumenstock bei Aktenzeichen SY: Nächtliche Schreie auf dem Münsterplatz
Seine letzten Stunden hat Rafael Blumenstock, der gerne mal Frauenkleider trug und deswegen als Paradiesvogel angesehen wurde, in verschiedenen Kneipen verbracht, unter anderem auch im legendären Aquarium. Viele hatten ihn an diesem Abend auf seinem Weg durch die Stadt gesehen, doch niemand hatte die Tat beobachtet. Lediglich eine Frau, die in einem Wohnwagen auf dem Münsterplatz übernachtete – damals durfte dort noch geparkt werden – berichtete von nächtlichen Schreien und von drei Männern, die davonliefen. Ermittelt wurde niemand. Es gab Vermutungen, dass der Mord von Rechtsradikalen begangen wurde, von denen es damals eine starke Szene in Ulm gab. Doch die Ermittlungen verliefen stets im Sande. (hip)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren