Es ist ein warmer Morgen. Hans steht im Schatten der Ulmer Eisenbahnbrücke, schaut unter seiner blau-weiß gestreiften Kapuze ernst in die Kameras. Fernsehen, Radio, Zeitungen – sie alle sind gekommen, um über ihn und seine Freunde zu berichten. „Wir werden einfach so von links nach rechts geschoben“, sagt er ins Mikrofon. Eigentlich sollte der Platz unter der Eisenbahnbrücke am Mittwoch geräumt werden, doch die Räumung wurde um zwei Wochen verschoben. Tatsache bleibt: Hans und drei weitere Obdachlose werden bald keinen festen Schlafplatz mehr haben.
Ulm
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