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  3. Senden: 906 Bohrungen für ein großes Ziel: Ausbau der Illertalbahn wird vorbereitet

Senden
07.06.2023

906 Bohrungen für ein großes Ziel: Ausbau der Illertalbahn wird vorbereitet

Ein Bohrteam mit schwerem Gerät bei der Arbeit nahe dem Sendener Bahnhof. Im Hintergrund rauscht der RE75 in Richtung Ulm.
Foto: Roland Furthmair

Plus 2032 sollen mehr und schnellere Züge zwischen Ulm und Kempten fahren. Zunächst geht es um mögliche Kosten. Nicht nur dafür sind exakte Daten entscheidend.

906 Mal haben Arbeiter seit dem vergangenen Oktober zehn Meter tief in den Boden gebohrt, alle 300 Meter entlang der Bahnstrecke. Jetzt ist großes Gerät an der Reihe. An sechs Orten zwischen Senden und Kempten lässt die Deutsche Bahn den Boden bis zu einer Tiefe von 20 Metern untersuchen. Es geht darum, wie der Boden beschaffen und wie tragfähig er ist. Und es geht darum, wie viel der Ausbau der Illertalbahn kosten könnte.

Ein Bodengutachter wird die Bohrkerne begutachten, Proben nehmen und diese im Labor untersuchen lassen. Je nachdem, wie der Untergrund beschaffen ist, wird der Ausbau günstiger oder teurer – und schneller oder langwieriger. Die Illertalbahn zwischen Kempten und Neu-Ulm ist eine der am stärksten befahrenen eingleisigen Strecken. Um den Takt zu verdichten und die Fahrtzeiten zu verkürzen, soll sie ausgebaut werden. Der Freistaat Bayern hat die Vorplanung in Auftrag gegeben. Nach derzeitigem Zeitplan soll Ende 2024 eine erste Kostenschätzung vorliegen. Dann fallen auch erste Entscheidungen. Vorgesehen ist eine Elektrifizierung der Strecke, auf der bislang Dieselzüge verkehren. Außerdem sollen zwischen Gerlenhofen und Senden sowie zwischen Kellmünz und Pleß zweigleisige Abschnitte eingerichtet werden. Die Beschlüsse werden erst getroffen. Könnte der lang ersehnte Ausbau im Fall zu hoher Kosten noch abgeblasen werden? "Ich rechne nicht damit", sagt Volker Braun, als Projektleiter für den Abschnitt zwischen Neu-Ulm und Altenstadt zuständig.

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