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Regionalliga Bayern

12.07.2019

Der FV Illertissen steht wieder auf

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Beide Mannschaften gingen im schwäbischen Regionalliga-Derby zur Sache. Hier wird der FVI-Kapitän Moritz Nebel von einem Gegenspieler zu Fall gebracht.

Lange Zeit war der FC Memmingen im Derby besser. Aber am Ende gewinnt vor vielen Promis die Mannschaft, die ihre Chancen zu 100 Prozent nutzt

Es war alles in allem die perfekte Eröffnung der neuen Saison in der bayerischen Regionalliga für den FV Illertissen: Der Regen hörte rechtzeitig auf und es herrschte perfektes Fußballwetter. Auch deswegen kamen mehr als 1500 Zuschauer ins Vöhlinstadion, unter ihnen viele Promis wie Verbandschef Rainer Koch, der frühere Trainer Ilija Aracic sowie der ehemalige Ulmer Vereinspräsident und Trainer Paul Sauter. Sie alle sahen einen FV Illertissen, der trotz einer überschaubaren Leistung einen 2:0-Sieg gegen den schwäbischen Rivalen FC Memmingen feierte. Trainer Marco Küntzel hatte zwar eine Menge zu bemängeln an der Darbietung seiner Schützlinge, aber er stellte zufrieden fest: „Wir haben aus zwei bis drei Chancen das Maximum gemacht.“ Sein Memminger Kollege Uwe Wegmann trauerte dagegen einer ersten Halbzeit nach, in der die Allgäuer hohen Aufwand betrieben und die Partie dominiert hatten.

Torwart des FV Illertissen hält stark

Genau genommen hatte der FVI in diesem ersten Durchgang keine einzige Möglichkeit und war in der Offensive überaus harmlos. Im Spiel nach vorne gingen die Bälle schnell verloren, der Verlust der beiden Angreifer Felix Schröter und Burak Coban war Illertissen in dieser Phase deutlich anzumerken. Memmingen hatte technisch viel mehr drauf, aber ein offensives Feuerwerk zündeten auch die Allgäuer nicht. Das ließ die FVI-Abwehr um den vor allem in der Luft starken Benedikt Krug schlicht nicht zu und wenn es doch einmal brannte, dann war der ebenfalls gute Torhüter Kevin Schmidt zur Stelle. So etwa nach 17 Minuten gegen Marco Nickel und nach einer guten halben Stunde gegen den frei stehenden Lirim Kelmendi. Mit dem torlosen Unentschieden zur Pause war der FV Illertissen dennoch gut bedient und viele seiner Anhänger waren sich einig: Wenn noch ein Tor für den FVI fällt, dann nach einer Standardsituation.

FC Memmingen am Ende platt

Aber es ging dann doch aus dem Spiel heraus: Einen Flankenball von Phillip Schmid bugsierte der ansonsten meist abgemeldete Yannick Glessing aus leicht abseitsverdächtiger Position zur Führung für den FVI über die Linie (61.) und in der Folge verdiente sich die Mannschaft dieses Ergebnis zumindest ein Stück weit. Sie inszenierte jetzt ihrerseits durchaus ansehnliche Angriffe und Memmingen musste der ersten Halbzeit Tribut zollen. Die Allgäuer wirkten platt und die Zuschauer warteten vergeblich auf einen Sturmlauf der Gäste. Statt dessen legte Illertissen in Person von Marco Hahn nach, der aus halblinker Position für die Entscheidung sorgte (84.) – die Chancenverwertung des FVI war an diesem Abend eine hundertprozentige. Kelmendi hätte zwar im Gegenzug noch für eine Memminger Ergebniskorrektur sorgen können, aber auch bei seinem Lupfer aus ganz kurzer Distanz war Torhüter Schmidt zur Stelle. Trainer Küntzel sagte: „Auch wenn wir nicht wirklich gut waren und der Sieg etwas schmeichelhaft war – Unsere Fitness hat bis zum Schluss gereicht.“

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