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American Football

20.03.2019

Die Neu-Ulmer Spartans wollen einen Footballer aus den USA

Die Flaggen im Hintergrund könnten Realität werden: die Neu-Ulmer Footballer der Spartans suchen nach einer Verstärkung aus den USA.
Bild: Horst Hörger

Um sich zu verstärken, haben die Neu-Ulmer Footballer ein klares Ziel: ein US-Amerikaner soll kommen und den Spartans als Quarterback helfen.

Neuanfang lautet die Devise der Neu-Ulm Spartans für die Saison 2019. Derzeit sind sie in der heißen Phase der Vorbereitung auf die Meisterschaftsrunde in der Bayernliga, nachdem sie in der vergangenen Spielzeit aus der Regionalliga abgestiegen waren. Und diesen Abstieg wollen sie gleich beim ersten Heimspiel am 5. Mai gegen die Erding Bulls vergessen machen. „Der Kader ist trotz des Abstiegs aus der Regionalliga größtenteils zusammengeblieben“, sagt Spartans-Cheftrainer Daniel Koch. „Und natürlich haben wir aus den letzten beiden Jahren, in denen wir nicht so wahnsinnig erfolgreich waren, gelernt.“

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Einmal mehr ist deutlich geworden: Robin Otto, der überragende Quarterback (QB) der ersten Jahre konnte nach seinem verletzungsbedingten Karriere-Ende nicht adäquat ersetzt werden. Und zwei der Spieler, die auf dem Weg waren, die Lücke zu füllen, sind zum Studium nach Mannheim gegangen (Mattias Glaser) oder beruflich nach Stuttgart versetzt worden (Carlos Arceo). Dafür bleibt QB Philipp Romberger. Trotz aller Bemühungen ist Nachwuchs auf der QB-Position aus der U19 für 2019 oder 2020 nicht zu erwarten. Koch: „Wir legen großen Wert auf die Jugendarbeit. Da ist unser erklärtes Ziel seit Jahren: Junge Spieler anzuziehen, auszubilden und aufzubauen, die dann nach ein, zwei Jahren bei den Seniors auf Startplätzen landen.“ Bei manchen gelingt das auch gleich in der ersten Saison wie bei Defense Back Elias Mauritius, Center Anton Schoger und dieses Jahr wohl Linebacker Lenny Vorndran, die alle Stützen auf ihren Positionen sind.

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Neu-Ulm Spartans: Probleme auf der Quarterback-Position

Die U15 wächst derzeit zwar, aber: „In der U13 und vor allem in der U19 sind wir im Trainerstab und Kader noch nicht so besetzt, wie wir das für unser Konzept brauchen“, erklärt Daniel Koch. Jetzt arbeitet er zusammen mit Klaus Weiß, dem Abteilungsleiter American Football im TSV Neu-Ulm, und mit dem Vereinsvorstand des TSV zusammen an einer Personalie, die neue Perspektiven eröffnen soll. Dabei wären verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Einerseits soll der neue Spieler die Qualität haben, die Spartans positiv zu repräsentieren. Zudem soll er sich verstärkt ums Coaching im Jugendbereich kümmern, aber auch potenzielle Quarterbacks des Senior-Teams entwickeln und obendrein die Spielmacher-Position selbst einnehmen, um damit das Team entscheidend zu verstärken. Kurzum: die Spartans wollen sich erstmalig mit einem US-Amerikaner verstärken. Der Plan ist es, dass derjenige in Neu-Ulm Fuß fassen und seinen Lebensmittelpunkt an die Donau verlegen soll.

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Verhandlungen mit einem solchen Kandidaten, nach dem vier Monate lang gesucht worden war, stehen kurz vor dem Abschluss. Vier Wochen vor Saisonstart, so ist der Plan, soll dieser Neuzugang in Neu-Ulm landen und dann ohne Verzug ins Geschirr gehen.

American Football: Neu-Ulmer suchen nach Verstärkung

Bislang wollten die Spartans auf Verstärkungen aus dem US-Football verzichten. Damit waren sie in der Regionalliga nicht mehr konkurrenzfähig gewesen. „Obwohl ich unseren Kader nach wie vor für gut bestückt halte, waren wir in vielen Partien deutlich unterlegen“, erklärt Daniel Koch. „Wenn du mit einem jungen deutschen Kader mit im Schnitt circa zwei bis drei Jahren Erfahrung stetig gegen zwei College-Amerikaner auf der anderen Seite spielst, stößt das Coaching einfach an Grenzen.“

Als die Spartans vor vier Jahren ungeschlagen durch die Bayernliga marschierten und den Sprung in die dritte Liga schafften, hatten sie mit Robin Otto einen der besten deutschen Quarterbacks aller Amateurligen in ihrem Kader. Koch: „Damals gab es in der Bayernliga noch keine Imports. Das sieht in der kommenden Bayernliga-Saison auch anders aus. Neben der langfristigen Ausrichtung des Vereins müssen wir auch an die nächsten ein bis zwei Jahre denken. Wenn wir mit gleichen Waffen ins Rennen gehen, halte ich uns für ein sehr starkes Team in der Bayernliga.“ (az)

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