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Fußball: Verlängerungen, ein Neuzugang und ein bisschen Ärger beim SSV Ulm 1846 Fußball

Fußball

Verlängerungen, ein Neuzugang und ein bisschen Ärger beim SSV Ulm 1846 Fußball

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    Leon Müller spielt künftig für die Ulmer.
    Leon Müller spielt künftig für die Ulmer. Foto: IMAGO/HMB-Media

    Zwei Trainer im Nachwuchsbereich haben verlängert, ein Spieler hat für die Regionalliga-Mannschaft hat unterschrieben, trotzdem darf und wird man sich beim SSV Ulm 1846 Fußball auch ein bisschen ärgern. Der Reihe nach:

    Der neue Spieler für das defensive Mittelfeld heißt Leon Müller, er ist 25 Jahre alt und kommt vom MSV Duisburg. Für den hat er in der vergangenen Saison 15 Spiele bestritten, unter anderem das im Donaustadion. Der Ulmer Sportdirektor Murat Isik sagt zu Müller: „Leon vereint viele Eigenschaften, die wir an einem Spieler auf seiner Position schätzen. Er bringt die Mentalität, die Laufbereitschaft und die Zweikampfstärke mit, die wir suchen.“

    Dass Timo Wenzel weiterhin für die Ulmer U19 zuständig ist, das ist eigentlich nur eine Vollzugsmeldung. Isik hatte die Verlängerung im Prinzip schon bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers Daniel Jungwirth bestätigt. Wenzel übernahm im Winter die U19 und führte sie durch eine erfolgreiche Rückrunde in der Liga A. Der Ex-Profi und gebürtige Ulmer spielte einst selbst im Nachwuchs der Spatzen. Bei der U17 hat Trainer Alexander Käs ebenfalls verlängert. Er geht damit in seine bereits dritte Saison in Ulm.

    Kräftig ärgern wird man sich in Ulm, nachdem beim TSV 1860 München tatsächlich der Super-Gau eingetreten ist. Die Löwen bekommen nach einem Finanzzoff mit ihrem umstrittenen Investor Hasan Ismaik nach eigener Darstellung keine Lizenz für die 3. Liga. Der Traditionsverein stürzt demnach zum zweiten Mal nach 2017 in die Regionalliga Bayern ab. Das heißt, dass in der 3. Liga der am besten platzierte sportliche Absteiger drin bleibt. Das ist der TSV Havelse, der trotz zunächst anders lautender Gerüchte inzwischen gemeldet hat, dass er diese Option nutzen will und auch eine Lizenz für die dritte Liga beantragt hat.

    Warum die Sache für den SSV Ulm 1846 bitter ist: Die Spatzen haben die Drittligasaison zwar als Vorletzter abgeschlossen, der Rückstand auf Havelse beträgt aber lediglich zwei Punkte. In Ulm kann man nun darüber nachdenken, wann und wo man die hat liegen lassen. Am letzten Spieltag bei der 2:3-Niederlage gegen Essen nach einer 2:1-Führung? Bei der 2:3-Niederlage in Schweinfurt nach einer 2:0-Führung.

    Aber eigentlich ist das eine dieser Was-wäre-wenn-Diskussionen, die man vielleicht auch beim Drittletzten Aue führen wird. Dem fehlt nur ein Punkt auf Havelse. Und in Ulm könnte man auch so rechnen: Elf Punkte mehr und man wäre unabhängig vom Schicksal der Löwen drin geblieben. Man könnte sich außerdem fragen: hätte man mit dieser Mannschaft tatsächlich noch ein Jahr in der 3. Liga spielen wollen? Was-wäre-wenn halt...

    Völlig entspannt kann man die Sache beim Nachbarn FV Illertissen betrachten. Dort weiß man, dass die Löwen in der kommenden Saison das Vöhlinstadion füllen werden. (mit dpa)

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