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Ulm: Tänzerin teilt ihre Depressionserfahrung auf der Bühne

Ulm

Tänzerin teilt ihre Depressionserfahrung auf der Bühne

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    "Die Scheinriesin" feiert erfolgreich Premiere in Weißenhorn. Nun ist das Stück, mit dem Ramona Springer über die Krankheit Depression aufklären will, auch in Ulm zu sehen.
    "Die Scheinriesin" feiert erfolgreich Premiere in Weißenhorn. Nun ist das Stück, mit dem Ramona Springer über die Krankheit Depression aufklären will, auch in Ulm zu sehen. Foto: Angela Häusler

    Es ist die ganz persönliche Geschichte von Tänzerin Ramona Springer, die am Freitag, 26. Mai, auf der Bühne des Roxy zu sehen sein wird. Springer selbst hat unter Depressionen gelitten und diese Erfahrung in einem Bühnenstück verarbeitet - weil über die Krankheit gesprochen werden muss.

    Mit ihrem Stück "Scheinriesin" will Ramona Springer ein Bewusstsein für diese schwere psychische Erkrankung schaffen. Dafür nimmt Ramona Springer das Publikum ein Stück weit mit auf ihren Weg. Ein Weg mit Höhen und Tiefen, der einen Einblick in die menschliche Seele - Gefühle und Emotionen - erlaubt. Das Stück, das im Januar seine erfolgreiche Premiere in Weißenhorn feierte, ist ein bunter Mix aus Theater, Tanz und Live-Gesang. 

    So erging es Ramona Springer mit ihrer Depression

    Ramona Springers Krankheitsgeschichte begann mit Panikattacken, begleitet von Symptomen wie Herzrasen, Schwindel und Schweißausbrüchen. Schnell sei ihr klar gewesen, dass es sich um kein körperliches, sondern um ein psychisches Problem handele, erzählte sie gegenüber unserer Redaktion von der Premiere des Stücks. Mit therapeutischer Hilfe konnte die Tänzerin die Krankheit in den Griff bekommen, sodass sie nun so offen damit umgehen kann. Sie sagt: "Ich möchte euch alle einladen, meinen Weg mit mir ein Stück weit zusammen zu gehen - ich möchte zeigen, wie sich die Krankheit für mich angefühlt hat, eine Sensibilität schaffen und euch zeigen, wie ich mich der Krankheit gestellt habe und meinen Weg jetzt gehe. Ich möchte … ermutigen, die Augen nicht zu verschließen - niemand sollte schief angeschaut oder belächelt werden, wenn die Person offen mit der Depression umgeht. Ein guter Freund hat dies ganz gut beschrieben: zu einer Person im Rollstuhl sagt auch niemand: Steh doch einfach auf und lauf."

    Das Stück "Die Scheinriesin" soll dazu beitragen, über Depressionen aufzuklären, Menschen ihre Berührungsängste mit Erkrankten nehmen. Neben viel Unterstützung aus dem Freundes- und Familienkreis hatte Springer bei einigen Begegnungen auch eine gewisse Scheu verspürt. (mit AZ)

    Termin: "Die Scheinriesin" ist am Freitag, 26. Mai, 20 Uhr im Roxy zu sehen. Tickets unter roxy.ulm.de.

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