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Vom Suchhund zum „Flughund“: Vier Monate alte Labradorhündin Kiwi übt den Ernstfall mit dem Helikopter

Ulm/Erbach

Vom Suchhund zum „Flughund“: Vier Monate alte Labradorhündin übt den Ernstfall mit dem Helikopter

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    Einsatzkräfte der Rettungshundestaffeln von Feuerwehr Ulm und des DRK-Kreisverbandes Ulm haben am Samstag eine Übung auf dem Erbacher Flugplatz absolviert.
    Einsatzkräfte der Rettungshundestaffeln von Feuerwehr Ulm und des DRK-Kreisverbandes Ulm haben am Samstag eine Übung auf dem Erbacher Flugplatz absolviert. Foto: Feuerwehr Ulm

    Vertrauensvoll lässt sich Kiwi von Jessica Feldengut in den wartenden Hubschrauber tragen. Der Abwind des Hauptrotors und das Surren der Turbine beeindrucken die gerade vier Monate alte Labradorhündin nicht. Dann schließen sich die Türen der Kabine und der Helikopter hebt ab.

    Ulmer Feuerwehr und DRK üben mit der Hundestaffel auf dem Flugplatz in Erbach

    Einsatzkräfte der Rettungshundestaffeln von Feuerwehr Ulm und DRK-Kreisverband Ulm haben am Samstag auf dem Flugplatz in Erbach eine besondere Übung absolviert. Rettungshunde und Hunde in Ausbildung trainierten dabei den Umgang mit Hubschraubern.

    Dabei übten die Teams unter anderem das richtige Verhalten beim An- und Abflug sowie das Ein- und Aussteigen am Hubschrauber. Ziel der Übung war es, Menschen und Hunde auf Einsätze mit Hubschraubern vorzubereiten.

    „Im Rettungshundeeinsatz begegnen unsere Teams immer wieder Hubschraubern“, erklärt Amrei Oellermann, Ausbildungsleiterin der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Ulm. Das könne etwa bei der Suche nach Vermissten oder beim Transport verletzter Personen der Fall sein.

    Insgesamt 18 Rettungshunde und Hunde in Ausbildung übten den Einsatz mit Hubschraubern.
    Insgesamt 18 Rettungshunde und Hunde in Ausbildung übten den Einsatz mit Hubschraubern. Foto: Feuerwehr Ulm

    „Im Einsatz müssen sich Mensch und Hund blind aufeinander verlassen können“

    Die Hunde müssten in solchen Situationen ruhig bleiben, auch die Hundeführer müssten wissen, worauf beim Verhalten rund um einen Hubschrauber zu achten sei. In Ausnahmefällen sei auch ein Transport von Rettungshundeteams im Hubschrauber denkbar. An der Übung nahmen insgesamt 18 Rettungshunde und Hunde in Ausbildung teil. Während junge Hunde wie Labradorhündin Kiwi erste Erfahrungen sammelten, waren andere Teams bereits geübt. Das Training sollte möglichst realistische Einsatzbedingungen schaffen.

    „Im Einsatz müssen sich Mensch und Hund blind aufeinander verlassen können“, sagt Jana Müller, Bereitschaftsleiterin der DRK-Rettungshundebereitschaft Ulm/Alb-Donau. Gerade Lärm, Hektik und ungewohnte Stresssituationen könnten Hunde und Menschen im Einsatz zusätzlich belasten. Solche Übungen stärkten deshalb die Zusammenarbeit der Teams auch unter stressigen Bedingungen.

    Die Rettungshundeteams von Feuerwehr und DRK Ulm werden regelmäßig zu Vermisstensuchen alarmiert

    Möglich wurde das Training durch einen Fluganbieter aus Kreuth am Tegernsee sowie den Luftsportverein Erbach, der den Flugplatz zur Verfügung stellte. Die Rettungshundeteams von Feuerwehr und DRK arbeiten in Ulm eng zusammen und werden regelmäßig zu Vermisstensuchen alarmiert.

    Pro Jahr kommt es laut Mitteilung im Schnitt zu rund 30 Einsätzen. Die Rettungshundeteams kommen unter anderem bei Vermisstensuchen in Waldgebieten oder nach Unglücken zum Einsatz. Im vergangenen Jahr konnten die Rettungshunde mehrere Vermisste in hilfloser Lage auffinden. (AZ)

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