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Weinig streicht weltweit 400 Stellen – Stellenabbau trifft auch deutsche Standorte. Was ist mit Illertissen?

Illertissen

Weinig baut weltweit 400 Stellen ab – profitiert Illertissen?

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    Im Expo-Center in Illertissen werden Maschinen der Firma Weinig vorgeführt.
    Im Expo-Center in Illertissen werden Maschinen der Firma Weinig vorgeführt. Foto: Sebastian Mayr (Archivbild)

    Die Weinig-Gruppe will in den kommenden Jahren weltweit voraussichtlich 400 Stellen abbauen. Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen und -systemen hat seinen Hauptsitz in Tauberbischofsheim und beschäftigt 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den beiden Werken in Illertissen arbeiten rund 280 Menschen. Nach Angaben des Unternehmens wird es „strukturelle Anpassungen“ hauptsächlich an den deutschen Standorten geben. Illertissen könnte von den Plänen der AG profitieren.

    Die Gruppe setzt jährlich 500 bis 600 Millionen Euro um. Die aktuelle Auftragslage bleibe aber hinter den Erwartungen zurück, heißt es in einer Mitteilung der Gruppe. Um das Unternehmen langfristig gesund und resilient aufzustellen, müsse Weinig die „globalen Kostenstrukturen“ an die veränderten Marktbedingungen anpassen. Konkrete Entwicklungen sollen noch bekannt gemacht werden. Wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtet, soll der Standort Alsfeld im niedersächsischen Landkreis Hildesheim geschlossen werden, die Produktion soll nach Illertissen umziehen. Aktuell arbeiten 140 Menschen für Weinig Grecon in Alfeld.

    Weinig will bis 2027 weltweit 400 Stellen abbauen

    Grund für die Auftragsrückgänge seien geopolitische Risiken wie die US-Handelspolitik, der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der fortdauernde Krieg in der Ukraine. Unternehmen verschieben deswegen Investitionsentscheidungen, was den Maschinenbau und die holzverarbeitende Industrie trifft. Bei Weinig geht man davon aus, dass die Weltwirtschaft auch in Zukunft „von erheblichen Schwankungen und strukturellen Veränderungsprozessen“ geprägt sein wird. Darauf reagiere man mit dem Maßnahmenprogramm „Transformation 2027“.

    Die Weinig-Gruppe ist in 15 Ländern vertreten. Die Werke in Illertissen und der Standort in Malterdingen bei Freiburg bilden die Weinig Operations GmbH & Co. KG, deren Umsatz Geschäftsführer Michael Deschenhalm im Oktober 2025 auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag bezifferte. Nach Deschenhalms Angaben werden im Jahr 400 bis 600 Maschinen verkauft, die die Weinig Operations produziert.

    Am Standort Illertissen arbeiten heute 280 Menschen

    Bei den Alteingesessenen in Illertissen ist noch der frühere Name des Unternehmens geläufig: 1954 wurde die Dimter Holzoptimierungs GmbH gegründet, seit 1993 gehört Dimter zur Weinig-Gruppe. Auf der Branchen-Leitmesse Ligna in Hannover im Mai 2025 schaffte die Aktiengesellschaft aus Tauberbischofsheim die Bezeichnung ab und setzt aus Gründen der Wiedererkennbarkeit nun nur noch auf den Namen der Gruppe.

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