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Neuburg

17.06.2020

Campus in Neuburg: Ein wichtiger Schritt ist getan

Auf dem Gelände der ehemaligen Lassigny-Kaserne will die Technische Hochschule Ingolstadt einen Außencampus errichten.
Bild: Stadt Neuburg

Plus Der Freistaat bekennt sich zum Bau des Campus auf dem ehemaligen Lassigny-Geländes in Neuburg – trotz Corona und klammen Kassen. Neuburg wird seine Grundstücke zur Verfügung stellen. Doch das zieht einiges nach sich.

Von einem historischen Moment sprach Stadtrat Matthias Enghuber, denn der Freistaat scheint nun soweit zu sein, die Grundstücke der ehemaligen Lassignykaserne zu kaufen. Historische Momente wird es beim Bau des Neuburger Campus noch viele geben, aber nach langem Stillstand kommt wieder Bewegung in die Sache.

Die bange Frage, wie es mit dem Campus zu Zeiten von Corona und klammen Kassen weitergeht, scheint damit beantwortet. Enghuber: „Damit bekennt sich der Freistaat klar zum Campus Neuburg.“ Noch vor der Sommerpause will der Haushaltsausschuss des Landtags den Weg für den Erwerb der Grundstücke frei machen. Um dies tun zu können, brauchte der Freistaat grünes Licht von der Stadt Neuburg. Das gab der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Neuburg wird dem Freistaat die zwei stadteigenen Grundstücke innerhalb des weitläufigen Geländes verkaufen. Zum einen ist das die Fläche, auf der momentan die Obdachlosenunterkunft untergebracht ist, und zum anderen das Areal des Spielplatzes sowie des Parkplatzes. 7700 Quadratmeter sind es insgesamt. Der Kaufpreis sei noch nicht festgelegt, sagte Neuburgs Wirtschaftsförderer Bernhard Hillebrand. Dieser werde erst noch gutachterlich bewertet. Auch der Landkreis und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) müssen Flächen an den Freistaat verkaufen.

Die Fläche der Obdachlosenunterkunft, des Parkplatzes sowie des Spielplatzes wird Campus-Gelände. Der grau gefärbte Bereich bleibt Eigentum der Stadt Neuburg. Die Zufahrt zu Skaterplatz und dem Gebäude, in dem unter anderem das Traumtheater untergebracht ist, muss der Freistaat sicherstellen.
Bild: Stadt Neuburg

Mit Landrat Peter von der Grün muss sich Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling demnächst zusammensetzen, um Einzelheiten zu klären. Denn der Freistaat fordert eine bedeutende finanzielle Beteiligung der beiden Kommunen. Nach den Vorstellungen des Staatsministeriums sollen Stadt und Landkreis einen Zuschuss in Höhe des Verkehrswertes der für die Hochschulzwecke erforderlichen Grundstücksfläche erbringen. Darüber hinaus sollen keine Erschließungsbeiträge erhoben werden. Und auch einen Zuschuss für den ab dem Wintersemester 2021/2022 vorgesehenen Interimsbetrieb sollen beide leisten. Dieser würde auf rund drei Millionen Euro gedeckelt werden. Das Ministerium schlägt vor, diese Kosten 50:50 zwischen Stadt und Landkreis aufzuteilen. OB Gmehling freut sich, dass das Neuburger Großprojekt wieder einen Schritt weiter kommt, auch wenn für die Stadt noch viele Hausaufgaben bleiben. So zum Beispiel die Verlegung der Obdachlosenunterkunft. Bevor die ersten Bagger anrollen, muss für die Bewohner des Backsteingebäudes an der Donauwörther Straße ein neues Heim gefunden sein. Schon viele Räumlichkeiten waren im Gespräch, wirklich konkret wurde es aber nie. Nun scheint eine vielversprechende Alternative gefunden. „Wir haben ein Gebäude besichtigt, jetzt laufen die Verhandlungen“, berichtet Gmehling.

Parkplätze auf dem Lassigny-Gelände müssen ersetzt werden

Bei aller Begeisterung für das neue Projekt gibt es auch mahnende Stimmen. So appellierte Verkehrsreferent Bernhard Pfahler an die Verantwortlichen, die Parkplatzproblematik nicht aus den Augen zu verlieren: „Durch den Campus verlieren wir viele zentrumsnahe Parkmöglichkeiten.“ Oberbürgermeister Gmehling und Landratsstellvertreterin und Stadträtin Sabine Schneider konnten aber beruhigen. Man sei mit dem Landkreis bereits im Gespräch auf dem Kammerbauergrundstück neben dem Landratsamt durch den Bau eines Parkhauses die Zahl der Parkplätze künftig zu erhöhen.

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