Dinkelscherben/Lindach Ein Eurofighter des Neuburger Jagdgeschwaders 74 hat am Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr in der Nähe von Lindach (Markt Dinkelscherben bei Augsburg) zwei Außentanks verloren. Der Eurofighter war auf einem routinemäßigen Übungsflug. Verletzt wurde bei dem Flugunfall niemand.
Die beiden Außentanks lösten sich vom Flugzeug und landeten 19 Kilometer westlich von Augsburg in einen Wald und in einem Feld. Da sich die Eurofighter auf dem Rückflug zum Heimatflughafen befanden, seien die Tanks nahezu leer gewesen, so Major Kai Gudenoge vom Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe in Köln-Wahn.
Kinder hatten offensichtlich den Vorfall beobachtet. Die Bundeswehr habe die örtlichen Polizeidienststellen umgehend alarmiert, erklärte die Luftwaffe gestern Abend und eine Suche eingeleitet. Tieffliegende Hubschrauber, aber auch Polizeifahrzeuge auf den Feldwegen hatten bei Dinkelscherben für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Die beiden Außentanks wurden von Bürgern gefunden und durch die Polizei gesichert. „Von einer Gefahr für die Bevölkerung ist nicht auszugehen“, teilte das Pressezentrum der Luftwaffe weiter mit.
Technisches oder menschliches Versagen?
Wie und warum es zu dem Vorfall kam, war bis gestern Abend ungeklärt. Infrage komme technisches oder menschliches Versagen, erklärte dazu Oberst Andreas Pfeiffer, Kommodore des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg. Hier ist die einzige Alarmrotte für den süddeutschen Luftraum stationiert. Die Eurofighter waren lange Zeit zur Ausbildung in Laage.
Unter der Leitung des Generals Flugsicherheit sind inzwischen die Ermittlungen aufgenommen worden. (de/nr)