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Kommunalwahl 2020: Wie Günter Gamisch Ehekirchen gestalten will

Kommunalwahl 2020

Wie Günter Gamisch Ehekirchen gestalten will

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    Günter Gamisch ist seit 2008 Bürgermeister der Gemeinde Ehekirchen und tritt aller Voraussicht nach ein letztes Mal an. 
    Günter Gamisch ist seit 2008 Bürgermeister der Gemeinde Ehekirchen und tritt aller Voraussicht nach ein letztes Mal an.  Foto: privat

    Alle guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund. Für Günter Gamisch könnte eine dritte Amtsperiode in der Tat eine gute Sache sein. Denn seit zwölf Jahren ist der 56-Jährige von den Freien Wählern für die Entwicklung der Gemeinde Ehekirchen verantwortlich. Straßensanierungen, Kinderbetreuungsplätze, der Ausbau des Internets, Gewerbe- und Baugebiete, ein neues Gemeinschaftshaus – die Liste der Projekte, die unter Gamischs Ägide angestoßen und umgesetzt wurden, ist lang. Und weil die Arbeit nie aufhört, geschweige denn einmal weniger wird, hat Gamisch noch so manche Vorhaben in der Pipeline, die ihn noch gut und gerne weitere sechs Jahren beschäftigen könnten. Voraussetzung: Die Ehekirchener wählen ihn am 15. März wieder zu ihrem Bürgermeister. Denn wie schon im vergangenen Jahr, bietet ihm die CSU mit einem Herausforderer die Stirn.

    Diesem hat der 56-Jährige zumindest eines voraus: zwölf Jahre Erfahrung als Bürgermeister. Die kommunale Verwaltung ist verzweigt und kompliziert. Sie gibt vor, was geht und was nicht geht und dass manche Vorgänge für den Laien so unverständlich lange dauern. Gamisch kennt das und gibt sich deshalb nicht mehr der Illusion hin, die bürokratischen Mühlen schneller mahlen lassen zu können. „Manchmal ist es ernüchternd, wenn scheinbar einfache Dinge an bürokratischen Vorgaben scheitern“, sagt er und nennt als Beispiel die Krippe in Walda, für dessen Bau nicht nur ein einfacher Bauplan, sondern eine Bauleitplanung notwendig war. Zeitlicher Mehraufwand: ein Dreivierteljahr.

    Gamisch: „Die Pflichtaufgaben erfordern viel Zuwendung“

    Und noch eines hat Gamisch in seiner bisherigen Zeit als Bürgermeister gelernt: Es gibt immer etwas zu tun. Da bleibt nur wenig Zeit für kreativen Raum. „Die Pflichtaufgaben erfordern schon viel Zuwendung“, umschreibt er das Alltagsgeschäft. Gerade baut die Gemeinde eine neue Kläranlage für rund 7,5 Millionen Euro, die in rund einem Jahr fertig werden soll. Deutlich länger wird dagegen die Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes dauern, das die Gemeinde vor Überschwemmungen schützen und in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten umgesetzt werden soll.

    Handlungsbedarf sieht Günter Gamisch aber auch bei einem anderen Thema: Die Gemeinde muss sich auf die Bedürfnisse einer immer älter werdenden Bevölkerung vorbereiten. Deshalb hat er bereits Kontakte mit passenden Partnern aufgenommen, darunter etwa die Stiftung St. Johannes, das BRK, Architekten und potenzielle Investoren. Für spruchreife Nachrichten sei es allerdings noch zu früh. Nur so viel: Gamisch schwebt eine Jung-und-Alt-Wohnanlage oder ein Seniorenwohnheim vor, im besten Fall sogar ein Ärztehaus, wobei die Hürden dafür enorm hoch sind. Immerhin: Der Anfang ist getan, und sollte Gamisch ein weiteres Mal von den Bürgern gewählt werden, könnte er dieses Thema weiter vorantreiben.

    In Ehekirchen will Gamisch die alternative Energieversorgung vorantreiben

    En vogue, weil gerade in aller Munde, ist auch das Thema Klimaschutz – wenngleich dieses nicht erst seit Greta Thunberg von Bedeutung ist. Wie Gamisch sagt, macht sich auch die Gemeinde Gedanken, wie sie sich klimaneutral aufstellen kann. Einen Anfang könnte sie beispielsweise rund um das Rathaus machen. Weil es dort etliche öffentliche Gebäude gibt, würde sich an dieser Stelle eine alternative Versorgung anbieten.

    Günter Gamisch ist jetzt 56 Jahre alt. Für eine dritte Amtsperiode hätte er noch „Kraft, Elan und gute Nerven“, wie er sagt. Und danach? Gamisch schmunzelt. Bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2026 wäre er dann 62 und müsste bis 68 als Bürgermeister arbeiten. „Das sollte man sich schon gut überlegen, ob man das wirklich will.“

    Lesen Sie hier, was Herausforderer Michael Funk in Ehekirchen bewegen will.

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