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Neuburg: Baumsperren im Englischer Garten: Das fordert Förster Alfred Hornung

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Baumsperren im Englischer Garten: Das fordert Förster Alfred Hornung

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    Absperrungen im Englischen Garten: Stadtrat Alfred Hornung (links) verlangt eine bürgerfreundliche Lösung.
    Absperrungen im Englischen Garten: Stadtrat Alfred Hornung (links) verlangt eine bürgerfreundliche Lösung. Foto: Winfried Rein

    Im Dilemma um die gesperrten Wege im Englischen Garten zeichnet sich eine Lösung ab. Förster und Stadtrat Alfred Hornung schlägt einen differenzierten Öko-Ausgleich vor und will die wichtigsten Wege wieder öffnen. Mit der aktuellen Blockade sei man „über das Ziel hinausgeschossen“, findet der CSU-Politiker.

    Englischer Garten: Hornung ist Forstfachmann und Referent im Neuburger Stadtrat

    Er sagt, dass „die Neuburger den Englischen Garten seit 150 Jahren im Einklang mit der Natur nutzen.“ Das Areal kennt er allein schon deswegen gut, weil er seit 15 Jahren in der Englisch-Garten-Siedlung wohnt. Außerdem ist er Forstfachmann und zuständiger Referent im Stadtrat. Dass er von der Fällaktion und Wegesperrung „aus der Zeitung erfahren hat“, ärgert ihn ein bisschen. Man hätte das im Vorfeld besser regeln können.

    Alfred Hornung hält es für angebracht, zumindest den Hauptweg vom Hallenbad zum TSV-Sportgelände wieder zugänglich zu machen. Einige kranke Eschen müssten dann aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Man könne aber vereinzelt Torso-Stämme für Spechte, Fledermäuse und Insekten stehen lassen. „Das praktizieren wir im Seminarwald erfolgreich seit 30 Jahren“, betont der Förster.

    Diese Wege im Englischen Garten sind aktuell gesperrt.
    Diese Wege im Englischen Garten sind aktuell gesperrt. Foto: Infografik

    Für die erfolgten Fällungen östlich des TSV-Platzes könne man als Ausgleich den Naturschutz fördern, indem kleinere Flächen im Auwald sozusagen als „Biotop-Inseln“ ausgewiesen werden. „Das kann ich abseits von Wegen machen und dazu muss ich nichts sperren“, sagt Alfred Hornung.

    Er hat sich mit den Beteiligten, insbesondere dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF) als Waldeigentümer, ins Benehmen gesetzt. Die Ausholzaktion zwischen TSV und Klärwerk will er nicht kritisieren. In erster Linie seien Eschen gefällt worden, „dass viele Buchen und Eichen gefallen sind, das stimmt nicht.“ Wenn mit Harvester gearbeitet werde, sei klar, dass es Spuren im weichen Boden gebe. Alfred Hornung: „Im Sommer ist der ganze Englische Garten wieder grün.“

    Dann hoffen auch die vielen Spaziergänger, Sportler und Radfahrer, dass sie nicht mehr auf Sperrschilder, Flatterbänder und quergelegte Baumkronen treffen. Am Wochenende jedenfalls verzeichnete der stadtnahe Auwald trotz Regenwetters hohe Besucherfrequenz. Unter anderen schauten sich auch Oberbürgermeister Bernhard Gmehling mit Gattin Hermine in festen Wanderschuhen auf weichem Grund die „Problemzonen“ genau an.

    Baumsperren im Auwald in Neuburg: OB hält Methode für unangebracht

    Auf dem blockierten Hauptweg mussten sie an die zehn „Baumsperren“ umgehen. Der OB hält diese Methode für unangebracht und kann sich auch mit den Eingriffen des schweren Erntegerätes nicht abfinden: „Diese Spuren müssen beseitigt werden, so geht es nicht.“ Auch direkt am TSV-Gelände sei so mancher Quadratmeter „umgepflügt“ worden.

    Die „teilweise überzogenen Forderungen“ nach Öko-Ausgleich führt der OB auch auf die Politik der Grünen zurück. Nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ sei gelegentlich das rechte Maß im Naturschutz verloren gegangen. „Pflanzen- und Tierschutz sind unverzichtbar, aber Menschenschutz geht vor“, so Bernhard Gmehling.

    Als Ergebnis der Wanderung und Bürgerproteste kündigte er jedenfalls an, dass „eine bürgerfreundliche Lösung gefunden wird.“ Das kann dann nur heißen, dass die Wege künftig wieder begehbar bleiben. Darauf wollen sich mit dem OB WAF-Direktor Peter Niggemeyer, Naturschutzbeauftragter Siegfried Geißler, Landratsstellvertreterin Sabine Schneider, Alfred Hornung und Norbert Mages (Grüne) als Teilnehmer des „Waldgipfels“ am 15. Februar verständigen.

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