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Neuburg: Sanierung Studienseminar Neuburg: "Es wird noch spannend"

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Sanierung Studienseminar Neuburg: "Es wird noch spannend"

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    Die Prachtfront des Studienseminars ist wieder vom Gerüst befreit. Historiker und Handwerker hatten lange über die Farbgebung mit „Siena-Ocker“ diskutiert. Sie bildet eine Einheit mit der Studienkirche.
    Die Prachtfront des Studienseminars ist wieder vom Gerüst befreit. Historiker und Handwerker hatten lange über die Farbgebung mit „Siena-Ocker“ diskutiert. Sie bildet eine Einheit mit der Studienkirche.

    Das Studienseminar strahlt: Das Gerüst des Hauptbaus ist gefallen, die Fassade zeigt sich im frischen Siena-Ocker mit weißen Fensterumrahmungen. Der neue Blick weist auf den Endspurt der Neun-Millionen-Euro-Sanierung. In wenigen Wochen will die Franziskus-Schule ins Seminar einziehen.

    Bald wird die Baustelle mit Zaun und Containern zurückgenommen und der Wolfgang-Wilhelm-Platz lupenrein der Öffentlichkeit übergeben. Genauso macht es die Stiftung Studienseminar mit ihrem umgewandelten Baudenkmal, es geht sozusagen „leihweise“ an das Schulwerk der Diözese Augsburg, den Träger der Franziskusschule.

    Zu eine Art Spielparadies verwandeln die Architekten den Innenhof.
    Zu eine Art Spielparadies verwandeln die Architekten den Innenhof.

    „Es wird noch spannend.“ Der Satz von Seminarvorstand Anton Haberer lässt ahnen, dass sich die letzten Handwerker mit den ersten Schülern treffen werden. „Aber wir kriegen das hin“, betont der Vorstand, „es wird rechtzeitig fertig werden.“

    Studienseminar: Sanierung kostete rund neun Millionen Euro

    Die katholische Grundschule peilt jetzt das Ende der Pfingstferien ab 4. Juni für den Umzug an. Nach derzeitigem Stand müssten sich Lehrerinnen, Verwaltung und Rektorin Annette Kürzinger ohne die Kinder im neuen Haus einrichten. Die sechs Klassen der drei Jahrgangsstufen bleiben daheim und erhalten Fernunterricht. Zum Schuljahresbeginn im September erwarten die Beteiligten Normalität, neue ABC-Schützen und mit zwei 4. Klassen die Vollauslastung der Grundschule mit acht Klassen.

    Der Dachstuhl ist komplett saniert und außen neu eingedeckt worden.
    Der Dachstuhl ist komplett saniert und außen neu eingedeckt worden.

    Die Schule war im Herbst 2018 mit einem schönen Festakt mit dem damaligen Bischof Konrad Zdarsa und Weihbischof Florian Wörner gestartet. Anmeldungen und die Resonanz der Eltern ist enorm, sie setzen auf Überschaubarkeit und die Vermittlung christlicher Werte. In den Startquartieren Amalienschule und Burgwehr fühlt man sich wohl, dem Umzug fiebert die Schulfamilie mit Freude entgegen.

    Sanierung in Neuburg: Ringen mit dem Denkmalschutz

    Im Seminar ist bis zum Einzug in den Klassenzimmern, Büros und im Innenhof noch einiges zu tun. Die letzten Türen sind zu setzen, die Be-leuchtung fehlt noch und die Belüftungstechnik ist zu montieren. Möblierung, EDV und die elektronischen Tafelns sind dann Sache des Schulträgers.

    Der Innenhof zeigt sein neues Gesicht. Den 300 Jahre alten Kreuzgang des Mutterklosters der bayerischen Ursulinerinnen haben die Landschaftsarchitekten in einen Pausen- und Spielhof für Kinder verwandelt. Eine Aula mit Glasfront ergänzt die grüne Oase. Die Veränderungen symbolisieren die neue Nutzung der Seminarräume – von den Schlaf- und Lernsälen der Internatsschüler, Büros und Direktorenzimmer zu einer konfessionellen und modernen Grundschule. Sogar den ehrwürdigen Treff des Kuratoriums gab die Stiftung dafür auf.

    Hanna Rachl gibt der Fassade den letzten malerischen Schliff. Viermal ist die Front gestrichen worden.
    Hanna Rachl gibt der Fassade den letzten malerischen Schliff. Viermal ist die Front gestrichen worden.

    Von einem „zwischenzeitlichen Dornröschenschlaf“ spricht Vorstand Alfred Hornung. Nach der Verwandlung des Beichtvaterhauses in einen zeitgemäßen Kinderhort kehrt nun mit der Schule „neues Leben in die alten Gemäuer ein“. Vorstandskollege Anton Haberer schließt sich dem an. Die finanzielle Belastung sei erheblich und das permanente Ringen mit dem Denkmalschutz anstrengend gewesen. Neben der Verbundenheit mit dem Descartes-Gymnasium, der Studiengenossenschaft, der Kinderbetreuung und dem Balde-Haus in München werde das Studienseminar mit der Grundschule seinem Stiftungszweck – Bildung und Förderung der Jugend – in jeder Hinsicht gerecht.

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