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Blick hinter die Kulissen: Was braucht es, damit das Hofgartenfest läuft?

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Ein Blick hinter die Kulissen: Was braucht es, damit das Hofgartenfest läuft?

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    Gerade am Samstag verwandelten unzählige Besucher den Hofgarten in eine Partymeile. Im Hintergrund wurde schwer geschuftet, um das möglich zu machen.
    Gerade am Samstag verwandelten unzählige Besucher den Hofgarten in eine Partymeile. Im Hintergrund wurde schwer geschuftet, um das möglich zu machen. Foto: Matthias Schwark

    Es ist 19 Uhr und das Security-Team teilt die Funkgeräte aus. Gleich wollen sie „Präsenz zeigen“. Zwei Sanitäter schieben sich durch die Menschenmenge. Ein paar Meter weiter werden gerade sechs Hektoliter Bier nachgefüllt. Das Neuburger Hofgartenfest läuft nach einem nassen Start am Freitag 24 Stunden später auf Hochtouren. Mehrere tausend Menschen sind am Samstag auf dem Festareal zwischen Parkdeck und Stadtbergauffahrt unterwegs. Während Besucherinnen und Besucher hier ausgelassen feiern, kümmern sich hinter den Kulissen zahlreiche Menschen darum, dass alles reibungslos funktioniert.

    Hofgartenfest 2026 in Neuburg: Das sind die schönsten Bilder

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    Am Wochenende platzte der Hofgarten aus allen Nähten, selbst das schlechte Wetter am Freitag tat der großen Party keinen Abbruch. Hier finden Sie die schönsten Eindrücke des Hofgartenfestes 2026!

    Samstagnachmittag bei den Sanitätern

    Etwa die Sanitätergruppe um Maximilian Schaul. Der 30-Jährige ist seit 2017 Bereitschaftsleiter der Neuburger Sanitäter. „Keiner macht das hauptberuflich. Das ist alles ehrenamtlich“, erklärt Schaul. Um 16 Uhr ist Lage bei den Sanitätern am Samstag ruhig. Vor der Einsatzzentrale sitzen einige der Ersthelfer im Schatten, sechs von ihnen sind heute im Einsatz. In unregelmäßigen Abständen streifen sie durch die Menge und halten Ausschau nach Leuten, die Hilfe benötigen könnten. „Man weiß nie, was passiert und deshalb ist es gut, dass wir schon vor Ort sind“, erklärt der Einsatzleiter.

    Nicht nur Arbeitskollegen: Der Zusammenhalt im Team der Sanitäter wird durch Freundschaften gestärkt.
    Nicht nur Arbeitskollegen: Der Zusammenhalt im Team der Sanitäter wird durch Freundschaften gestärkt. Foto: Caroline Wiede

    In der Zentrale gibt es eine Liege. „Falls sich jemand ausruhen muss“, erklärt Schaul. Zur Ausstattung der Rettungskräfte gehören auch Rucksäcke mit Verbandsmaterial, Kühlakkus und Blutdruckmesser. Auch ein Defibrillator gibt es. „Du willst helfen können. Dafür übst und lernst du“, erzählt der Bereitschaftsleiter. „Und wenn nichts los ist, hockst du hier mit deinen Freunden und hast trotzdem einen schönen Abend“, scherzt Schaul.

    Zwölf Badewannen voll Getränke

    Am anderen Ende des Hofgartenfests ist der Getränkeausschank von Karl Deiml, dem Betreiber des Neuwirts. Um 17 Uhr ist es hinter der Theke noch einigermaßen ruhig. „Ungefähr ab 19 Uhr geht’s hier scharf zu“, erklärt Deiml. Neun Leute sind dann mit Bier zapfen, Spülen, Bedienen und Kassieren beschäftigt. Sechs bis acht Stunden wird fast ohne Pause gearbeitet. „Da braucht man eine gute Grundkondition im Stehen“, scherzt Deiml.

    Damit niemand verdurstet, hält Deiml sechs Hektoliter Bier und zehn Hektoliter sonstiger Getränke bereit. Das entspricht etwa der Menge von neun vollen Badewannen. Gelagert werden die Getränke in zwei Kühlwägen. Bevor der große Ansturm beginnt, werden hinter der Theke noch die Gläser aufgefüllt. Kaputtgehen darf an so einem Abend nichts, sagt Deiml. Vor allem nicht der Geschirrspüler. Denn der sorgt in unter einer Minute wortwörtlich für frisches Geschirr vom Fließband.

    Graue Kästen mit Biergläsern werden auf einem Fließband durch den Geschirrspüler wieder einsatzbereit gemacht.
    Graue Kästen mit Biergläsern werden auf einem Fließband durch den Geschirrspüler wieder einsatzbereit gemacht. Foto: Caroline Wiede

    „Präsenz zeigen“: Unterwegs mit der Security-Crew auf dem Neuburger Hofgartenfest

    19 Uhr ist es mittlerweile und das Security-Team von Thomas Gräbner trifft sich an der steinernen Treppe mitten im Gedränge. Kurze Lagebesprechung, dann werden Funkgeräte ausgeteilt. Damit ist die Crew mit den Organisatoren und den Rettungskräften verbunden. Anschließend teilen sich die sechs Männer in Zweiergruppen auf und ziehen los.

    Damit das Hofgartenfest läuft, arbeiten im Hintergrund viele Menschen stundenlang ohne Pause und teilweise mit wenig Schlaf.
    Damit das Hofgartenfest läuft, arbeiten im Hintergrund viele Menschen stundenlang ohne Pause und teilweise mit wenig Schlaf. Foto: Caroline Wiede

    „Erstmal geht es darum, Präsenz zu zeigen und zu reagieren, wenn man angesprochen wird“, erklärt Nikson Bytyqi. Der 46-Jährige ist seit 2011 nebenberuflich in der Sicherheitsbranche tätig und weiß, worauf es ankommt. „Man braucht gute Augen“, erzählt er. Auch der richtige Ton sei entscheidend. „Konflikte versuchen wir zuerst im Gespräch zu lösen.“ Erst, wenn so nichts mehr zu machen ist, wird die Polizei dazugerufen. Sein Dienst endet um 7 Uhr am nächsten Morgen, sagt Bytyqi. „Über Nacht beaufsichtigen wir das gesamte Gelände“, erklärt der 46-Jährige.

    Immer zu zweit unterwegs: Remzi Gashi und Nikson Bytyqi.
    Immer zu zweit unterwegs: Remzi Gashi und Nikson Bytyqi. Foto: Caroline Wiede

    Während ihres Rundgangs kommt die Security am Getränkeausschank von Karl Deiml vorbei. Dort hat sich inzwischen eine Schlange gebildet. „Seit 18.30 Uhr reißt das nicht ab“, erzählt Deiml und schenkt ein Glas Wein ein. Der Biervorrat ist inzwischen aufgebraucht, sagt er. Neue Fässer müssen her, noch einmal sechs Hektoliter.

    Insgesamt zwölf Hektoliter Bier stellt Karl Deiml allein für den Samstag bereit.
    Insgesamt zwölf Hektoliter Bier stellt Karl Deiml allein für den Samstag bereit. Foto: Caroline Wiede

    480.000 Watt Strom für das Neuburger Hofgartenfest

    Von der oberen Bühne ist unterdessen Musik zu hören. Der 20 Uhr-Auftritt hat soeben begonnen und damit der Einsatz von Steven Zimmermann. Der 25-Jährige sorgt am Audiopult im Technikzelt dafür, dass die Stimmen der Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne gut zu hören sind und gleichzeitig die Instrumente nicht zu kurz kommen. Daneben steht sein Kollege und kümmert sich um die Bühnenbeleuchtung.

    Steven Zimmermann kümmert sich am Audiopult im Technikzelt um den Ton.
    Steven Zimmermann kümmert sich am Audiopult im Technikzelt um den Ton. Foto: Caroline Wiede

    Um eine Bühne aufzubauen, brauchen vier Mann einen ganzen Tag, erzählt Andreas Graf. Er ist der Projektleiter des Teams, das sich um die Technik kümmert. „13 Tonnen Material haben wir hier ran gebracht und geschätzt zwei Kilometer Kabel auf dem gesamten Gelände verlegt“, sagt der 42-Jährige. Damit das Hofgartenfest läuft, braucht es etwa 480.000 Watt Strom. Am Samstag wird Graf bis 2.30 Uhr im Einsatz sein, schätzt er. Am Sonntag muss er schon um 8 Uhr wieder da sein und die Bühnen in Betrieb nehmen. „Wegen der guten Arbeitszeiten machen wir das nicht“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

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