Die Musik entspringt wie ein Wildbach. Sie beginnt einfach irgendwo-irgendwann, reiht Note an Note aneinander, und die daraus entstehenden Melodien dann wieder zu bunten Schleifen, die durch den Herbstwind flattern. Jeder Ton ist ausschließlich Fred Herschs Ton, immer linear, akkordisch und vor allem reduziert. Ein Konzert wie das am Samstagabend im Neuburger Birdland-Jazzclub wirkt wie ein Weckruf in einer Zeit, in der das Wichtige, das Bedeutsame, das Schöne immer mehr an Bedeutung verliert. Und es bleibt.
Neuburg
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