Auf der A9 ist es am Freitagabend auf Höhe Denkendorf zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Dabei wurden nach Polizeiangaben sieben Menschen verletzt – zwei mussten mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Die Fahrbahn war noch bis in die Nacht gesperrt.
Wie die Polizei mitteilt, war ein 18-Jähriger aus Fürth mit seinem Auto gegen 19.10 Uhr auf der A9 in Richtung München unterwegs. Er fuhr auf dem linken Fahrstreifen und musste wegen des hohen Verkehrsaufkommens abbremsen. Ein hinter ihm fahrender 46-Jähriger erkannte das zu spät und fuhr dem 18-Jährigen auf. Beide Fahrzeuge blieben in der Folge auf dem linken Fahrstreifen stehen. In dem Auto des jungen Mannes saßen zwei Frauen, 18 und 16 Jahre alt. Die drei Fahrzeuginsassen kamen aus Fürth.
A9 bei Ingolstadt: Innerhalb von Sekunden prallen vier Autos ineinander
Nur wenige Sekunden später aber kam es zu einem weiteren verheerenden Unfall: Ein 21-Jähriger versuchte, den zwei Unfallwagen auf der linken Fahrspur auszuweichen, und zog nach rechts auf den Mittelstreifen. Trotz seiner Bemühungen, konnte er einen Aufprall auf das hintere Fahrzeug nicht verhindern. Sein Wagen schleuderte nach dem Zusammenstoß auf die mittlere Fahrbahn und kollidierte dort mit einem weiteren Auto. Darin fuhr eine 57-jährige Frau aus Eurasburg, Landkreis Bad Tölz, mit ihrem 65-jährigen Mann.
Das Auto des 21-Jährigen wurde durch den zweiten Zusammenprall nach links in die mittlere Schutzplanke geschleudert und kam dort zum Stehen. Er wurde durch den Unfall lebensbedrohlich verletzt. Auch seine 17-jährige Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen. Rettungskräfte brachten die beiden mit Hubschraubern in ein Krankenhaus.
Das Ehepaar blieb unverletzt. Die restlichen fünf Unfallbeteiligten erlitten leichte Verletzungen und wurden mit Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.
Polizei sperrt A9 bei Ingolstadt Richtung München bis spät in die Nacht
An den Fahrzeugen entstand ein erheblicher Schaden von etwa 120.000 Euro. Alle Autos mussten abgeschleppt werden. Um die Unfallstelle zu sichern, sperrten Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr die A9 in Richtung München von 19.15 Uhr bis etwa 0.30 Uhr.
An der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Kinding, Kipfenberg und Denkendorf, mit acht Fahrzeugen und 44 Kräften im Einsatz. Zudem waren sechs Rettungsfahrzeuge und zwei Rettungshubschrauber vor Ort. Das Technische Hilfswerk (THW) war mit drei Fahrzeugen und sieben Einsatzkräften ebenfalls im Einsatz. Die Autobahnmeisterei Greding leitete den Verkehr im Altmühltal und an einer Behelfsausfahrt ab. Es kam zu erheblichen Behinderungen sowohl auf der Autobahn als auch auf den Ausweichrouten. Die genauen Unfallabläufe sollen durch ein unfallanalytisches Gutachten geklärt werden.
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