Hanteln, Blumentöpfe, eine Kommode und vieles mehr. Auf den ersten Blick sieht der Berg aus Gegenständen, die scheinbar wahllos aufeinander gestapelt wurden, aus wie ein Haufen Sperrmüll. Doch darunter ragt ein nackter menschlicher Fuß hervor, leblos und gräulich. Auf dem Haufen oben auf liegt ein Kreuz. Diese Szenerie ist auf Fotos zu sehen, die am Montag am Landgericht Ingolstadt in Augenschein genommen werden. Die Bilder zeigen, wie die Polizei am Abend des 5. September des vergangenen Jahres die Leiche einer 54-jährigen Frau in einem Mehrparteienhaus in Bergheim vorfand. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ehemann vor, seine Frau geschlagen, gewürgt und so getötet zu haben. Dann hat er sie unter einem Berg Müll versteckt. Der 56-Jährige gibt die Tat zu, sagt aber auch, dass er sich unschuldig fühle, weil lediglich sein Körper die Tat begangen habe, sein Geist sei nicht dabei gewesen. „Es war meine Krankheit“, betont er und fleht: „Haben Sie Erbarmen mit mir!“ Für den Mann geht es um viel. Die Schwurgerichtskammer um den Vorsitzenden Richter Konrad Kliegl muss entscheiden, ob der Beschuldigte dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird.
Bergheim/Ingolstadt
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