Beschäftigte der Kliniken im Naturpark Altmühltal und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Eichstätt haben am Donnerstag gegen die geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen protestiert. „Das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung wird dramatische Auswirkungen auf die Versorgung haben – auch in unserer Region“, wird Gewerkschaftssekretärin Merle Pisarz in einer Mitteilung von Verdi zitiert. „Der Bundestag darf es so auf keinen Fall beschließen. Das haben wir auch den Abgeordneten unmissverständlich klargemacht, die unsere Interessen in Berlin vertreten sollen.“
Bundesweit gab es einen „Klinikaufstand“
Im Rahmen des bundesweiten „Klinikaufstands“ machten die Beschäftigten bei einer Fotoaktion vor dem Krankenhaus deutlich, dass sie sich wehren werden, wenn die in den vergangenen Jahren erreichten Erfolge zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen rückabgewickelt werden sollen.
„Es geht um viel, für uns als Beschäftigte im Gesundheitswesen, für die Patientinnen und Patienten und für alle gesetzlich Versicherten“, betonte Personalrätin Sieglinde Steib „Anders als die Bundesgesundheitsministerin wissen wir um die Bedeutung einer guten Gesundheitsversorgung. Wir erwarten Respekt und wir wollen gute Arbeitsbedingungen. Nur so kann die Berufsflucht gestoppt werden.“ Statt Zuzahlungen zu erhöhen, Leistungen zu kürzen und Personal abzubauen, solle die Bundesregierung die gesetzliche Krankenversicherung auf eine solide finanzielle Grundlage stellen.
Verdi will, dass versicherungsfremde Leistungen aus Steuern bezahlt werden
Verdi schlägt unter anderem vor, versicherungsfremde Leistungen aus Steuern zu bezahlen, was die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) allein bei der Absicherung von Bürgergeldbeziehenden nach Angaben der Gewerkschaft um rund zwölf Milliarden Euro entlasten würde. „Die Einbeziehung aller Einkommensarten, inklusive hoher Mieteinnahmen und Aktiengewinne, in die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung würde diese dauerhaft stabilisieren. Das wäre eine mutige Reform, die diesen Namen verdient“, so Pisarz.
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