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Kommunalwahl: Fridolin Gößl kandidiert erneut als Bürgermeister in Oberhausen

Oberhausen

Kommunalwahl in Oberhausen: Fridolin Gößl will es zum fünften Mal wissen

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    Vom Rathaus aus erschließt sich der Blick über Oberhausen. Fridolin Gößl, der amtierende und langjährige Bürgermeister von Oberhausen, tritt bei der nächsten Kommunalwahl wieder an.
    Vom Rathaus aus erschließt sich der Blick über Oberhausen. Fridolin Gößl, der amtierende und langjährige Bürgermeister von Oberhausen, tritt bei der nächsten Kommunalwahl wieder an. Foto: Manfred Dittenhofer

    Fridolin Gößl ist seit 24 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Oberhausen. Bereits in der Wahl zur jetzt ablaufenden Legislaturperiode hatte er keinen Gegenkandidaten, was auch bei den kommenden Kommunalwahlen im März der Fall sein wird. Der 57-Jährige stellt sich also erneut alleine zur Wahl - was es aber für ihn nicht leichter macht. Ganz im Gegenteil. Dann die Fallhöhe, sollte er nicht die absolute Mehrheit erhalten, sei dann umso höher.

    Vor 24 Jahren wurde Fridolin Gößl in Oberhausen das erste Mal zum Bürgermeister gewählt. Zuvor er knapp zehn Jahre Verwaltungschef der Gemeinde. Viele Oberhausener Bürgerinnen und Bürger kennen ihre Gemeinde daher nur mit Fridolin Gößl an der Spitze. Obwohl er das mit der Spitze gar nicht so gerne hört. Viel lieber redet er davon, was er zusammen mit seinem Team im Rathaus – und dazu gehöre auch der Gemeinderat – und mit den Bürgerinnen und Bürgern erreicht habe.

    Fridolin Gößl weiht B16-Ortsumfahrung bei Oberhausen ein

    Eine von Gößls ersten Amtshandlungen war die Einweihung der Ortsumfahrung der B16, die bereits sein Vorgänger Xaver Schiele auf den Weg gebracht hatte. Dieses Projekt sei Schiele und dessen politischem Netzwerk zu verdanken. Ein solches Netzwerk – nicht nur in Richtung Bevölkerung, sondern auch in die Politik – pflegt auch Fridolin Gößl. So habe Oberhausen zu den wenigen Gemeinden in Bayern gehört, die den Wohnungspakt Bayern umgesetzt haben. „Damals mussten wir schnell sein,“ sagt Gößl rückblickend. Entscheidend sei gewesen, dass die Gemeinde ein passendes Grundstück zur Verfügung hatte und die notwendigen politischen Gespräche zügig geführt werden konnten.

    Ideen entstünden meist aus Problemen, die es zu lösen gelte, oder aus Wünschen, die Bürgerinnen und Bürger an die Gemeinde herantragen. So seien auch das Innovationszentrum in Unterhausen, die Lebensräume für Jung und Alt, die Leitstelle für Nachbarschaftshilfe sowie das Kaffeehaus entstanden. Als 2015 die Idee einer Kreativwerkstatt aufkam, sei er zunächst milde belächelt worden – heute staune so mancher über diese Einrichtung. „Wir wollen Menschen kreativ zusammenbringen und Kindern die Möglichkeit bieten, einen Pinsel oder einen Hammer in die Hand zu nehmen, ohne dass gleich überlegt wird, was kaputtgehen könnte.“

    Gößl setzt auf Team und Gemeinderat in Oberhausen

    Neben all den Pflichtaufgaben, die eine Gemeinde zu erfüllen habe, seien das die „Sahnehäubchen“ der Arbeit. Gößl betont, vor allem zuhören zu wollen. Er sei mit Leib und Seele Bürgermeister – und trotzdem habe er lange überlegt, ob er noch einmal antreten solle. „Inzwischen stehen so viele bürokratische Monster zwischen Verwaltung und Bürgern, dass ich schon auch einige Zweifel hatte.“ Am Ende hätten ihn das starke Team im Rathaus, ein konstruktiver Gemeinderat und der Zuspruch aus der Oberhausener Bevölkerung in seiner Entscheidung bestärkt, erneut zu kandidieren.

    Beim Blick zurück auf seine Jahre im Amt spricht Gößl immer wieder die zwischenmenschlichen Beziehungen an. Probleme ließen sich immer lösen, wenn sie auf der Sachebene diskutiert würden. Aber nicht selten „menschle“ es auch sehr bei solchen Diskussionen.

    Obwohl er in Nassenfels wohnt, fühlt sich Fridolin Gößl als Oberhausener. „Ich verbringe doch mehr Zeit in dieser Gemeinde und bin im Grunde nur Heimschläfer“, schmunzelt der Bürgermeister. Und obwohl er keinen Gegenkandidaten hat, macht er auch Wahlkampf. Nun, Kampf sei das falsche Wort. Aber er möchte die Oberhausener, Unterhausener, Sinninger und Kreuter natürlich informieren. Daher wird es auch zwei Flyer geben, die in die Haushalte verteilt werden. Und ein Wahlkampf ohne Wahlplakate, das gehe schon gar nicht.

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