Was passiert, wenn Vereine pleitegehen und die Gemeinde bürgt? Sollen Kommunen eigens für diesen Fall Geld zurückhalten? Das ist Gegenstand eines Disputs zwischen dem Landratsamt und der Marktgemeinde Rennertshofen. Diese muss nun für das laufende Jahr mehr Kredite aufnehmen als ursprünglich geplant. Der Gemeinderat hatte zwar in seiner Sitzung am 17. März den Haushalt bereits beschlossen. Doch das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde verweigerte die Zustimmung zum rund 27 Millionen Euro schweren Zahlenwerk. Der Grund: Die Gemeinde plante zur Finanzierung des gut 13 Millionen Euro umfassenden Vermögenshaushalts – bei dem etwa die Sanierung der Kläranlage mit 5,3 Millionen Euro zu Buche schlägt – unter anderem, etwa 1,5 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage zu entnehmen. Diese würde dadurch laut Landratsamt zum Ende des Jahres auf 0 Euro reduziert werden – soweit widerspricht die Marktgemeinde auch nicht.
Rennertshofen
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