Juliusbräu hat mit der Zweitauflage des Sudhausfestes eine neue Tradition eröffnet. Denn erneut konnte jedermann auf dem Gelände der letzten Brauerei in Neuburg ein gemütliches Fest rund um das Bier feiern. 2024 hatte Juliusbräu Premiere mit einem Hoffest gefeiert. Anlass dazu war der Neubau des Sudhauses gewesen, das dem Fest seinen Namen gab. Jetzt ist das Sudhaus nicht mehr neu, aber das Fest bleibt im Kalender der Brauerei.
Weißwürste, Bier und Bierkulturpreis: Juliusbräu feiert Sudhausfest
Bei bestem Biergartenwetter stand der Sonntag ganz im Zeichen des geselligen Beisammenseins. Vormittags gab es Weißwürste und Bier zum Frühschoppen, nachmittags verkauften die Fleißigen Bienen Kaffee und Kuchen im schattigen Gärtlein zugunsten der Kartei der Not direkt vor dem Sudhaus. Die Kinder konnten sich auf der Hüpfburg unterm großen Obstbaum hinterm Brauhaus vergnügen, während die Eltern vielleicht noch die Feier vom Vorabend Revue passieren ließen. Denn Samstagabend hatte die Neuburger Wichthütte ihr 30-jähriges Bestehen mit einer zünftigen und gut besuchten Party begangen. Selbst das kurze Gewitter gegen 19 Uhr hatte dem keinen Abbruch getan.
Doch natürlich gibt es an einem solchen Brauereifest auch einen offiziellen Programmpunkt. Denn die Juliusbrauerei will nicht nur für mehr Begegnung sorgen, sondern auch die Bierkultur fördern. Deshalb schrieb sie erneut einen „Preis für bayerische Bierkultur“ aus und kürte die Preisträger am Sonntagvormittag.
In drei Kategorien wird der Preis - eine vergoldete Juliusflasche und ein Gutschein für ein Fass Juliusbier - vergeben. Eine Jury bestimmt die Gewinner der Kategorie „Brauchtumspflege“ und „Erhalt und Pflege von Festen“. Einen Sonderpreis der Brauerei vergibt Juliusbräu-Inhaberin Gabriele Bauer.
Preis für Brauchtumspflege: Verein für Heimatpflege Schuttergäu
Den Verein für Heimatpflege im Schuttergäu gibt es seit 50 Jahren. Er widmet sich der Geschichte und den historischen Objekten des Gebiets in direkter Nachbarschaft zu Neuburg, nämlich um die Ortschaften Meilenhofen, Zell an der Speck, Nassenfels, Wolkertshofen, Egweil, Adelschlag, Möckenlohe und Buxheim. Vor 15 Jahren aber stand die Gruppe fast vor der Auflösung, doch Vorsitzender Karl Heinz Rieder hat ihn wiederbelebt.
Alljährlich, am Vorabend des ersten Advents, veranstaltet der Verein für Heimatpflege im Schuttergäu das traditionelle Adventsanblasen im Innenhof der Nassenfelser Burg. Nun soll gemeinsam mit dem Gasthof Schweiger in Nassenfels die Feier am Michaelistag wiederbelebt werden.
Preis für den Erhalt und Pflege von Festen: Septemberfestfreunde aus Treidelheim
Seit acht Jahren organisieren fünf Geschwister aus Treidelheim immer im September ein Fest. Was als kleines Treffen mit einem Pavillon im elterlichen Garten begann, hat sich zu einer festen jährlichen Veranstaltung im September entwickelt, die immer mehr Freunde und Bekannte anzieht.
Mittlerweile haben die Fünf, die im Alter zwischen 29 und 23 Jahren sind, nicht nur einen Holzboden und einen Schießstand aufgebaut, sondern beginnen ihr kleines Fest traditionell mit einem Bieranstich um 18 Uhr. Josef und Kilian Baierl nahmen die Auszeichnung stellvertretend für ihre Gemeinschaft gerne entgegen.
Preis der Brauerei: Der Verein Überlauf
Seit 20 Jahren gibt es eine Vereinsmannschaft, die dafür sorgt, dass in Neuburg jedermann und zum kleinen Preis im Überlauf an der Ringmeierbucht ungestört feiern kann. Das ehemalige Fischereiheim ist längst eine voll ausgestattete Party-Location. Doch das in Schuss und den Keller trocken zu halten, macht Mühe. Die nehmen die Mitglieder des Trägervereins Überlauf auf sich und hilft zusammen, dass der Partyraum erhalten bleibt. Vorsitzender Matthias Enghuber nahm die Auiszeichnung mit zahlreichen Mitgliedern in Empfang.
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