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Seniorenzentrum Schloss Straß: Großes Miteinander bei „Kunst im Park“

Straß

Seniorenzentrum Schloss Straß: Großes Miteinander bei „Kunst im Park“

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    Gleich mit zwei Ständen waren die Klientinnen und Klienten der Stiftung St. Johannes beim Kunstmarkt vertreten und boten unter anderem Taschen und Handpuppen an, die gegen eine Spende abgegeben wurden. Außerdem konnten Besucher bei einer Mitmachaktion mit Recyclingware basteln.
    Gleich mit zwei Ständen waren die Klientinnen und Klienten der Stiftung St. Johannes beim Kunstmarkt vertreten und boten unter anderem Taschen und Handpuppen an, die gegen eine Spende abgegeben wurden. Außerdem konnten Besucher bei einer Mitmachaktion mit Recyclingware basteln. Foto: Manfred Dittenhofer

    Kunst, Handwerk und Kulinarik trafen sich im Mehrgenerationenpark am Seniorenzentrum Schloss Straß im Burgheimer Ortsteil. Die Stiftung St. Johannes mit Sitz in Schweinspoint, die in Straß das Seniorenheim betreibt, organisierte diesen Markt, der dafür bekannt ist, dass neben den Klienten der Stiftung selbst auch Kunsthandwerker ihre Produkte anbieten.

    Bewohner der stationären Bereiche der Stiftung St. Johannes stellen ihr Kunsthandwerk vor

    Kunst soll für jedermann zugänglich sein, erklärte Rebecca Jung, die bei der Stiftung St. Johannes die Tagesstätte für seelische Gesundheit in Donauwörth leitet. Die Kunsttherapeutin zeigte die Taschen, die Klienten aus alten Stoffen und Kissen genäht und anschließend bedruckt hatten. Sie wurden für Spenden abgegeben. Bewohner der stationären Wohnbereiche in Augsburg, Donauwörth und Schweinspoint waren nach Straß gekommen, um ihre Handpuppen und andere Produkte anzubieten. Das Interessante an den Handpuppen: Jede Puppe stellte eine Beeinträchtigung dar. Bei der Mitmachaktion konnten Besucher mit Naturstoffen und Recyclingmaterial basteln.

    Die beiden Vorstände des Fördervereins St. Johann informierten über ihre Arbeit. Alois Widmann (2. v. li.), erster Vorstand, und Richard Etschel (li.) zweiter Vorstand des Vereins, der die Klienten der Stiftung bei Maßnahmen und Gerätschaften unterstützt, die nicht durch Sozialleistungen abgedeckt sind.
    Die beiden Vorstände des Fördervereins St. Johann informierten über ihre Arbeit. Alois Widmann (2. v. li.), erster Vorstand, und Richard Etschel (li.) zweiter Vorstand des Vereins, der die Klienten der Stiftung bei Maßnahmen und Gerätschaften unterstützt, die nicht durch Sozialleistungen abgedeckt sind. Foto: Manfred Dittenhofer

    Das Datum für den Kunstmarkt ist immer mit Bedacht Anfang Mai gewählt: Am 5. Mai ist Tag der Inklusion. „Wir haben hier schon mal unseren Proteststand aufgestellt, an dem jeder Besucher eine Stellungnahme abgeben darf.“ So wurden unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ Kommentare wie „Es ist ein Privileg, anderen Menschen helfen zu können“ oder „Alle Menschen sind gleich“ gesammelt.

    Der Förderverein St. Johann unterstützt Klienten bei finanziellen Notlagen

    Alois Widmann, erster Vorsitzender, und Richard Etschel, zweiter Vorsitzender des Fördervereins St. Johann, warben für ihren Verein. Mit den Beiträgen der 280 Mitglieder und mit den Spenden, die der Förderverein generiert, können Maßnahmen unterstützt und Geräte erworben werden, die durch Sozialleistungen nicht abgedeckt sind. So konnten durch die Mittel des Fördervereins Therapietiere, unter anderem ein Pferd, angeschafft werden. „Wir helfen auch bei finanziellen Notlagen unserer Klienten oder besorgen Sportgeräte, wie etwa Kletterausrüstungen für die Klettergruppe in Donauwörth“, erklärte Alois Widmann.

    Georg Lechner ist einer der vielen Aussteller und zeigt an seinem Stand, wie Drechseln funktioniert.
    Georg Lechner ist einer der vielen Aussteller und zeigt an seinem Stand, wie Drechseln funktioniert. Foto: Manfred Dittenhofer

    Zudem organisieren sie Aktionen mit Vereinen, wie Sportturniere, bei denen die Vereinsmitglieder mit den Klienten von St. Johannes ungezwungen zusammenkommen. „Dabei übernehmen wir auch gerne die Kosten für die Brotzeit oder Ähnliches.“ Und die Aussteller? Einer von ihnen war Georg Lechner. Er präsentiert in Straß seine Holz und Drechselarbeiten aus heimischen Hölzern. „Das Publikum hier schätzt die Handwerkskunst sehr.“

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