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THI feiert 15 Jahre Luftfahrttechnik-Studium in Ingolstadt

Ingolstadt

15 Jahre Luftfahrttechnik an der THI: Ab in die Luft!

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    Ein Geschenk zum 15. Geburtstag des Studiengangs Luftfahrttechnik: Rolls Royce Deutschland stellt als Exponat ein Triebwerk für Passagierflugzeuge zur Verfügung, das im Laborbereich des Bereichs Luft- und Raumfahrt ausgestellt wird.
    Ein Geschenk zum 15. Geburtstag des Studiengangs Luftfahrttechnik: Rolls Royce Deutschland stellt als Exponat ein Triebwerk für Passagierflugzeuge zur Verfügung, das im Laborbereich des Bereichs Luft- und Raumfahrt ausgestellt wird. Foto: Manfred Dittenhofer

    Am Flugzeug selbst sehen sie gar nicht so imposant aus. Steht man aber direkt vor dem Triebwerk eines Passagierflugzeugs, erkennt man die gewaltigen Dimensionen eines solchen Kraftpakets. Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) hat von Rolls Royce mit Unterstützung des Fördervereins der THI ein solches Flugzeugtriebwerk als Exponat geschenkt bekommen. Schließlich feiert der Studiengang Luftfahrttechnik 15. Geburtstag. Und das in einer Zeit, in der die Wirtschaft der Region 10 sehr auf Impulse aus der Luftfahrt und aus der Verteidigungsindustrie hofft.

    Seit 2011 kann man an der THI in Ingolstadt Luftfahrttechnik studieren

    Was im Wintersemester 2011/2012 begann, hat inzwischen knapp 300 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Im Herbst 2025 traten 49 Studierende den Weg zum Bachelor in Luftfahrttechnik an und im Masterstudiengang befinden sich momentan 36 Studierende. Auch eine Promotion ist inzwischen in Ingolstadt möglich. Zudem arbeitet die THI eng mit der Luft- und Raumfahrtindustrie vor Ort zusammen. So werden duale Studiengänge mit Airbus in Manching und mit MBDA in Schrobenhausen angeboten.

    „Wir passen unsere Schwerpunkte laufend an die Gegebenheiten in der Industrie an und legen momentan die Gewichtung bei diesem Studium auf Programmierung, Modellierung und Simulation“, berichtete Professor Hans-Joachim Hof. Der Vizekanzler der THI konnte als Ehrengast zu der 15-Jahr-Feier Thomas Enders begrüßen.

    Gastredner Thomas Enders war unter anderem sieben Jahre lang Vorstandsvorsitzender von Airbus.
    Gastredner Thomas Enders war unter anderem sieben Jahre lang Vorstandsvorsitzender von Airbus. Foto: Manfred Dittenhofer

    Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Airbus ist immer noch in diversen Aufsichtsräten tätig. Enders plauderte aus dem Alltag eines Luftfahrtmanagers. Und gab den Studierenden Tipps für ihren weiteren Werdegang. In Startup-Unternehmen würde man viel lernen und könne Ideen und Ziele eventuell besser verfolgen. Überhaupt brach Enders eine Lanze für Startups. In Deutschland fehle allerdings oftmals die Risikobereitschaft, etwas Neues anzufangen oder Ideen umzusetzen. Vor allem die Mutlosigkeit und Risikoscheue von politischen Entscheidern würden laut Enders viele Innovationen ausbremsen und Umsetzungen verlangsamen, wenn nicht sogar verhindern. Startups hätten es schwer in Deutschland.

    Thomas Enders wünscht sich mehr europäische Zusammenarbeit in der Luftfahrtindustrie

    Enders plädierte auch für mehr europäische und internationale Zusammenarbeit in der Luftfahrtindustrie. Die Forderung der IG Metall und des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie erscheint dem ehemaligen Airbus-Manager als regelrecht größenwahnsinnig.

    Natürlich könne Deutschland alleine ein Kampfflugzeug der sechsten Generation bauen: „Aber dazu brauchen wir viel Zeit und noch mehr Geld.“ Man brauche ein solches Kampfflugzeug, müsse es aber mit europäischen Partnern umsetzen. „Wenn nicht mit Frankreich, dann vielleicht mit den Briten oder mit den Schweden.“ Und wieso nicht alle gemeinsam? Enders spielte damit auf das FCAS-Projekt an, bei dem es Streitigkeiten zwischen dem französischen Partner Dassault und Airbus gibt.

    Im Lehrbereich Luftfahrt herrschte zum 15. Geburtstag an der THI auf jeden Fall Aufbruchstimmung. Die Branche boomt. Und neben Gastredner Thomas Enders sehen auch die Professoren Armin Soika, Uli Burger und Johannes König mit Einzug der KI in die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie ganz neue Möglichkeiten. Sie alle erwarten den nächsten großen Technologiesprung in der Fliegerei.

    Die Studierenden und Absolventen, die zur Geburtstagsfeier gekommen waren, wollten vor allem wissen, wie ihr Weg in die Arbeitswelt aussehen kann. Und auch da riet Enders zu kleinen und innovativen Unternehmen. „Da kann man am schnellsten viel lernen.“ Und: „Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie für eine Sache brennen, sich für etwas begeistern, dann haben Sie so viele Möglichkeiten.“ Dann sei auch nicht die Höhe des Gehalts entscheidend. Die Luftfahrt werde eine Revolution erfahren.

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