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Weichering: 402 sagen "Nein": Erfolgreiche Unterschriftenaktion gegen das Paketzentrum

Weichering

402 sagen "Nein": Erfolgreiche Unterschriftenaktion gegen das Paketzentrum

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    Gegen das geplante Paketzentrum in Weichering wurden Unterschriften gesammelt. 402 Bürger sprachen sich gegen das Vorhaben aus.
    Gegen das geplante Paketzentrum in Weichering wurden Unterschriften gesammelt. 402 Bürger sprachen sich gegen das Vorhaben aus. Foto: Deutsche Post

    Mit dieser Resonanz hätte selbst der Initiator nicht gerechnet. Mit einer Unterschriftenaktion wollte Bernd Kammerbauer die letzte Chance nutzen, um den Unmut der Weicheringer Bürger gegen das geplante Paketzentrum zu äußern. 200 Stimmen waren das Ziel des Bürgerbegehrens, zum Schluss waren es nach drei Tagen doppelt so viele. Die Unterschriftenlisten wurden am Montag im Weicheringer Rathaus abgegeben und werden nun geprüft.

    Schon seit Stunden bekommt Kammerbauer am Montagvormittag eine Nachricht nach der anderen. "Die Kommunikation im Dorf funktioniert offenbar", sagt er überwältigt. Drei Tage lang haben er und rund ein Dutzend weiterer Beteiligter in Weichering die Unterschriften gegen das geplante Paketzentrum gesammelt - mit größerem Erfolg, als sie es selbst erwartet hätten.

    402 Unterschriften konnten die Gegner des Paketzentrums in den drei Tagen sammeln. "Viele Bürger waren sehr dankbar, dass sich nun doch noch einmal jemand gegen das Paketzentrum engagiert", sagt Kammerbauer. Einige davon hätten in anschließenden Gesprächen deutlich gemacht, dass sie sich nicht gut über das Bauvorhaben informiert fühlen. 

    Bürgerbegehren gegen Paketzentrum in Weichering bekommt 402 Stimmen

    Deswegen habe Kammerbauer Vergleichsgrößen gesucht, damit sich die Bürger die Dimension des geplanten Paketzentrums besser vorstellen können. "Das Areal würde etwa ein Viertel der Gemeinde Weichering bedecken", sagt Kammerbauer und zieht als Vergleich den Gewerbepark an der B16 heran und die sich dort befindenden Bau- und Möbelgeschäfte. "Das ist ein Bauvorhaben, das für unsere Gemeinde alles sprengt", meint Kammerbauer.

    Während der Umfrage hätten ihm viele Weicheringer ihren großen Unmut wegen des Paketzentrums mitgeteilt. "Es hieß, man kümmere sich nur noch um das riesige Bauvorhaben und beispielsweise nicht mehr um Einkaufsmöglichkeiten vor Ort", gibt Kammerbauer wieder. Mit der Unterschriftenaktion wolle er nun zeigen, dass es Gesprächsbedarf in der Gemeinde gebe. "Der Gemeinderat würde sich keinen Gefallen tun, wenn er das Ganze einfach durchwinkt, ohne alles noch einmal ordentlich aufzuarbeiten", findet er. 

    Für Weicherings Bürgermeister Thomas Mack ist das Ergebnis der Unterschriftenaktion wenig überraschend. "Von Anfang an waren etwa 40 Prozent der Bürger gegen das Paketzentrum, das spiegeln die Unterschriften wider." Dass es zu dem Bürgerbegehen gekommen ist, betrachtet er nüchtern: "Das ist eben Demokratie." Nun müsse man die Listen prüfen, erst dann entscheidet sich, ob es zu einem Bürgerentscheid kommt. Bis dahin gehe laut Mack alles seinen gewohnten Gang. Sollte es zu dem Bürgerentscheid kommen, möchte das Gemeindeoberhaupt genau aufklären, wie das Paketzentrum aussehen soll. "Die Bürger müssen wissen, wofür sie stimmen."

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