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RN-Kita-Serie (3): Die Kita St. Georg in Reimlingen wird generalsaniert

RN-Kita-Serie (3)

Die Kita St. Georg in Reimlingen wird generalsaniert

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    Die Katholische Kirchenstiftung St. Georg in Reimlingen ist der Träger der Kindertagesstätte, die bis zum Ende des Jahres 2022 grundlegend saniert werden soll.
    Die Katholische Kirchenstiftung St. Georg in Reimlingen ist der Träger der Kindertagesstätte, die bis zum Ende des Jahres 2022 grundlegend saniert werden soll.

    Schön am Hang des Kirchbergs liegt die Kita Sankt Georg in Reimlingen. Vom Außengelände geht der Blick tief ins Ries hinein. Das Haus wie auch der Spielbereich bedürfen einer Generalsanierung, sagt Melanie Endmeier, die Leiterin der Einrichtung. Dies sei für den 1982 errichteten Bestandsbau jetzt auch nötig, erklärt Alexander Bendl von der Katholischen Kirchenverwaltung. Bereits im Herbst 2019 hat sich der Reimlinger Gemeinderat für diese Sanierungsmaßnahme entschieden.

    Sie haben sich große Aufgaben gesetzt und in fast jedem Raum Baumaßnahmen geplant, so Bendl. Die anstehenden Arbeiten unterteilt er in drei Bereiche. Zum einen werden im Erd- und Untergeschoss die Sanitäranlagen erneuert sowie eine neue Dusche und eine Wickelanlage eingebaut. Die zweite Baustelle betrifft den Arbeitsschutz und damit einen wichtigen Punkt, merkt Bendl an. Eine sogenannte Nachhallmessung habe ergeben, dass Maßnahmen zur Lärmminderung nötig sind. Deshalb wird eine Lärmdämmung eingebaut, für die in fast jedem Raum Sanierungsarbeiten stattfinden müssen.

    Außenbereich der St. Georg Kita soll ebenfalls erneuert werden

    Bei dieser Baumaßnahme gehe es sowohl um den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter, als auch darum, dass sich diese bei der Arbeit wohlfühlen, erläutert Bendl die Bedeutung der Schutzmaßnahmen. Aufgrund der aktuellen Corona-Erfahrungen würde zudem überlegt, ob es sinnvoll sei, auch eine Lüftungsanlage einzubauen. Als drittes Segment der Generalsanierung benennt Bendl die Erneuerung des Außenbereichs, was auch ein Wunsch der Elternschaft sei. Die schon einige Jahre alten Spielgeräte und Gerätehütten müssten ersetzt oder aufgearbeitet werden. Ebenso wurde das Pflaster im Laufe der Jahre zu einer Stolperfalle und soll deshalb neu verlegt werden.

    Auch das Außengelände mit dem weitläufigen Blick ins Ries soll erneuert werden.
    Auch das Außengelände mit dem weitläufigen Blick ins Ries soll erneuert werden.

    Der Einbau eines Aufzugs in das dreistöckige Gebäude sei ebenfalls geplant, ergänzt Bendl. Die dadurch erreichbare Mobilität gehöre zum Gesamtkonzept der Einrichtung, Inklusion zu ermöglichen. Die Kita bietet Plätze zur Einzelintegration, damit Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf, die aus ihrem Einzugsgebiet Reimlingen und Schmähingen kommen, im Wohnumfeld belassen werden können. Ein weiteres Angebot für die Eltern ist die große Buchungsflexibilität der Einrichtung, so Bendl. Dadurch könnten die Kita-Zeiten mit dem Familienalltag leichter in Einklang gebracht werden. Er könne deshalb die Anzahl der betreuten Kinder mit um die 100 nur ungefähr angeben.

    Haus der Kita in Reimlingen sei ideal für offene Kinderbetreuung

    Ein großes Team von elf Erzieherinnen, drei Kinderpflegern und einer Kindergartenhelferin arbeiten mit den drei Kindergartengruppen sowie zwei Krippengruppen und einer Hortgruppe. Außerhalb der Einschränkungen durch Corona-Maßnahmen sei das Haus ideal für die offene Kinderbetreuung. Durch die Möglichkeiten des Wechselns zwischen den Gruppen können sich die Kinder gegenseitig fördern.

    Für den Ablauf der Generalsanierung gebe es noch keine genaue Zeitschiene, sagt Bendl, er hoffe jedoch, dass die Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen 2022 abgeschlossen werden können. Um den Kita-Alltag weiterlaufen zu lassen, werde in Bauabschnitten geplant. Dies bedeute den Einzug von Trennwänden und die Erschwerung der Arbeit der verschiedenen Gewerke, was zu einer Verlängerung der Bauzeit beitrage. Deshalb seien an Pfingsten und im Sommer längere Ferienzeiten eingeplant.

    Kosten für die Gemeinde Reimlingen stehen noch nicht fest

    Obwohl die Katholische Kirchenstiftung St. Georg Reimlingen und die Diözese Augsburg einen Teil der Kosten tragen werden, kommt die Hauptkostenlast auf die Gemeinde Reimlingen zu, meint Bendl. Als Kommune ist sie verpflichtet, ihren Beitrag an den Sanierungsmaßnahmen zu leisten. Dafür stehen ihr, wie jeder bayerischen Kommune, Fördermittel des Freistaats Bayern zu. Auch die Stadt Nördlingen wird sich an den Kosten beteiligen, erklärt der Leiter der Nördlinger Liegenschaftsabteilung, Karl Stempfle, da die Reimlinger Kita Kinder aus Schmähingen aufnimmt.

    Über die Kostenhöhe für die Gemeinde Reimlingen könne er noch nichts sagen, erklärt Moritz Gerstner, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ries. Reimlingens Bürgermeister Jürgen Leberle bestätigt, dass die Gemeinde die zuschussfähigen Kosten übernehmen werde. Doch erst wenn die Kostenermittlung steht und die Ausschreibungsangebote eingeholt sind, so Kirchenverwalter Bendl, lasse sich der Finanz- und Zeitplan exakt benennen und festzurren. Bis dahin könne er nur vorsichtig schätzen, dass es sich um einen Betrag in Höhe von einer Million Euro handeln könnte.

    Eine Übersicht zu allen Artikeln der Kita-Serie finden Sie hier:

    Einblicke in die Kitas in Nördlingen: Welche Kita passt zu meinem Kind?

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