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Nahverkehr

10.03.2020

Späterer Zug nach Nördlingen geplant

Das Unternehmen Go Ahead löst im Dezember 2022 die Deutsche Bahn als Betreiber der Zugverbindungen von Aalen nach Augsburg/München ab. Für Fahrgäste in der Region bedeutet das Verbesserungen.

Plus Die Spätverbindung von München nach Donauwörth und Nördlingen steht in einem Fahrplanentwurf. Es gibt noch mehr gute Nachrichten für Zugreisende.

Wenngleich erst im Dezember 2022 das Unternehmen Go Ahead die Deutsche Bahn als Betreiber der Zugverbindungen von Aalen über Nördlingen und Donauwörth nach Augsburg/München ablöst (wir berichteten), zeichnen sich bereits jetzt deutliche Verbesserungen für die Reisenden ab. Aus den ersten Fahrplanentwürfen geht hervor, dass dann von Montag bis Freitag alle zwei Stunden neun Mal direkt von Nördlingen und Donauwörth nach München und acht Mal zurück gefahren werden kann.

Zudem soll es eine von vielen Bahnnutzern seit Langem gewünschte Spätverbindung aus München nach Donauwörth und Nördlingen geben. Geplant ist, dass der Zug gegen 22.30 Uhr in München losfährt und etwa um 0.15 Uhr in Nördlingen ankommt. Erst bei der Podiumsdiskussion der Rieser Nachrichten zur Oberbürgermeisterwahl war dieses Thema angesprochen worden.

Ein Halbstunden-Takt ist unter der Woche ab Nördlingen in den sogenannten „Pendlerlagen“ zwischen 5.30 Uhr und 7.10 Uhr in Richtung Donauwörth vorgesehen. Zwischen 16 und 19 Uhr geht es alle 30 Minuten zurück ins Ries.

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An den Wochenenden und an Feiertagen will das britische Eisenbahnunternehmen das derzeitige Angebot der Deutschen Bahn noch ausweiten und zwischen dem Ries, Donauwörth und München einen Stundentakt mit sieben Direktverbindungen in die Landeshauptstadt und acht Fahrten zurück anbieten.

Laut Go Ahead gehen die geplanten Optimierungen des regionalen Schienenverkehrs auf eine Initiative des CSU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange zurück, der mit Geschäftsführer Stefan Krispin mehrere Male in Berlin zusammengesessen sei und Verbesserungslösungen erörtert habe. Lange selbst sagte gegenüber unserer Zeitung, dass der Schienenverkehr in der Region Donau-Ries/Ostalb für ihn seit Langem ein wichtiges Anliegen darstelle. Er verwies auf den Besuch des früheren Chefs der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, im September 2016 in Nördlingen, der als „Impuls“ für eine Aufwertung der Bahnhöfe in Donauwörth und Nördlingen (barrierefreier Umbau) sowie für bessere Zugangebote zu sehen sei. „Ohne den Grube-Besuch wäre hier wahrscheinlich auf der Schiene nichts passiert“, ist Lange überzeugt.

Weitere Strecke in der Diskussion

Nach Angaben von Go Ahead ist derzeit noch eine weitere Strecke in der Diskussion, von der insbesondere das Ries profitieren würde: ein Interregio-Express (IRE) von Karlsruhe über Stuttgart und Aalen nach Nördlingen und zurück. Bereits jetzt verkehrt ein IRE zwischen Karlsruhe und Aalen. Dieser soll an Werktagen über Aalen hinaus bis ins Ries verlängert werden mit nur einem Zwischenhalt in Bopfingen. Vorgesehen seien vier Fahrten pro Tag im Zwei-Stunden-Takt, wie es hieß. Bei einem Interregio-Express handelt es sich um ein Angebot zwischen einem Fernverkehrszug (ICE) und einem Zug im Nahverkehr, der nicht an jedem Bahnhof hält.

Lange zufolge gibt es vom Bayerischen Verkehrsministerium eine Zusage zur Mitfinanzierung dieser neuen zusätzlichen Verbindung. Noch stehe allerdings die Finanzierungszusage des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann aus. Wenn diese nicht komme, so Lange, werde es mit dem Interregio-Express nach Nördlingen nichts werden. Sollte es klappen, was er hoffe, hätten die Rieser und Bopfinger eine komfortable und schnelle Direktverbindung nach Stuttgart zu diversen Anschlüssen im Fernverkehr.

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