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Diebstahl aus Autos im Ries deckt Drogensucht auf

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Er stahl aus nicht abgesperrten Autos für Schmerzmittel: „Bin froh, dass es rausgekommen ist“

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    Einmal stahl der Angeklagte aus einem verschlossenen Auto, ansonsten aus nicht abgesperrten Pkw.
    Einmal stahl der Angeklagte aus einem verschlossenen Auto, ansonsten aus nicht abgesperrten Pkw. Foto: Axel Heimken, dpa (Symbolbild)

    Eigentlich läuft es so: Man parkt sein Auto, schließt die Tür und sperrt ab. Doch im Alltag, mit den Gedanken vielleicht schon ein paar Schritte voraus, vergisst man diesen Schritt eventuell. Das hat es einem jungen Rieser im Jahr 2024 mehrfach ermöglicht, Geld und Bankkarten aus Autos zu stehlen. Dafür musste er sich nun vor dem Nördlinger Amtsgericht verantworten und hat seine Taten erklärt.

    Was der 28-Jährige alles entwendet hatte, schildert Staatsanwältin Isabel Lacher. Mal war es ein Geldbeutel mit 270 Euro, in anderen Fällen nur 30 oder 80 Euro. Auch ein Rettungsmesser oder eine Gleitsichtbrille im Wert von 500 Euro ließ er mitgehen. In einem Fall soll er eine Autoscheibe eingeschlagen haben, in dem Fahrzeug habe sich auch ein Bedienungsgeldbeutel befunden. Dazu nahm der Angeklagte in mehreren Fällen die Bank- oder Kreditkarten aus den Geldbeuteln und benutzte sie ohne PIN - an Zigarettenautomaten oder in 24-Stunden-Läden. Insgesamt beträgt der Schaden rund 2500 Euro. Zudem wurden bei ihm Tabletten des opioiden Schmerzmittels Oxycodon gefunden, ohne dass er die Erlaubnis dafür hatte. Die Vorwürfe: Besitz von Betäubungsmitteln, Diebstahl und die sogenannte Urkundenunterdrückung für die Nutzung der Bankkarten.

    Angeklagter stiehlt im Ries aus unversperrten Autos und steht vor Gericht

    Verteidigerin Bettina Anselstetter schildert vor Gericht, dass ihr Mandant die Vorwürfe einräume - nur in einem Punkt widerspreche er: Denn im Bedienungsgeldbeutel sollen 800 Euro gewesen sein, laut dem 28-Jährigen seien es nur rund 100 Euro gewesen. Die Taten habe ihr Mandant wegen seiner Betäubungsmittelabhängigkeit begangen: „Er war in einem Rausch“, schildert Anselstetter, der Konsum habe ihn 150 Euro am Tag gekostet, das habe er durch seinen Job nicht mehr finanzieren können. Der Angeklagte selbst sagt: „Es ging mit 18 los“, zunächst mit Cannabis, durch Schicksalsschläge kam er zu den Opiaten. Von dem Jahr der Diebstähle wisse er vieles nicht mehr, der Konsum gehe aufs Gedächtnis. Doch er habe sich behandeln lassen: „Ich bin froh, dass es passiert und rausgekommen ist. Familiär wusste es niemand.“

    Als Zeuge sagt der Mann aus, dessen Autoscheibe eingeschlagen wurde. Sowohl sein Geldbeutel als auch der aus der Arbeit habe auf dem Sitz gelegen - damit werde der Getränkelieferant gezahlt. Die Kollegen zahlten immer was ein, gingen davon auch mal Essen. Wie viel Geld genau drin war, kann der Zeuge nicht sagen, mindestens 500 Euro müssten es aber gewesen sein.

    Zwei Mal stand der Angeklagte schon mal wegen Betäubungsmitteldelikten vor Gericht: 11 Monate Freiheitsstrafe zur Bewährung verhängte Richterin Angela Gastl, dazu 2500 Euro Geldbuße. Das Urteil ist rechtskräftig.

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