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Forheim muss bei sinkender Bevölkerung hohe Ausgaben bewältigen

Forheim

Die Gemeinde Forheim wird immer kleiner: „Es tut schon weh“

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    Forheim ist die kleinste Kommune im Landkreis Donau-Ries.
    Forheim ist die kleinste Kommune im Landkreis Donau-Ries. Foto: Jan-Luc Treumann (Archivbild)

    In absehbarer Zeit kommen hohe Kosten auf die Gemeinde Forheim zu, wie Bürgermeister Andreas Bruckmeier bei der Bürgerversammlung mitteilte. Außerdem informierte er über die Haushaltslage und Windkraftpläne.

    Zum Wahlergebnis gab es noch eine Erklärung von Bruckmeier: Im neuen Gemeinderat sind die Listen aus Forheim und Aufhausen mit jeweils vier Mitgliedern vertreten, obwohl die Stimmenverteilung 55,7 zu 44,3 Prozent war. Das sei kein Fehler, so Bruckmeier, sondern eine Folge des veränderten Verfahrens, wie Sitze vergeben werden. Die Ausführungen zum Haushalt waren komprimiert. Die Gemeinde sei mit einem Überschuss von 227.000 Euro gut rausgekommen aus dem Jahr 2025, meinte Bruckmeier. Auch wenn noch 208.000 Euro Zuschüsse fehlen, müssten die 631.000 Euro auf dem Konto nicht angegriffen werden. Man könne also entspannt in dieses Jahr gehen. Die großen Vorhaben seien der Abschluss der Breitbanderschließung, die Planung der Sanierung der Straße zwischen Aufhausen und Bollstadt und in absehbarer Zeit die Ertüchtigung der Kläranlage. Für Investitionen sind 803.000 Euro eingeplant. Inflation, steigende Kosten für Personal und IT würden dazu führen, dass der Verwaltungshaushalt wachse, die Gemeinde also immer mehr Geld benötige, um ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen. In diesem Jahr werden es 1,3 Millionen Euro sein.

    Auf Forheim kommen wegen der Kläranlage hohe Kosten zu

    Bürgermeister Andreas Bruckmeier informierte über die aktuelle Lage in der Gemeinde.
    Bürgermeister Andreas Bruckmeier informierte über die aktuelle Lage in der Gemeinde. Foto: Gitte Händel

    Ein Defizit gibt es bei der Abwasserbeseitigung: hier stehen laut Bruckmeier den Einnahmen von 55.000 Euro Ausgaben von 72.000 Euro gegenüber. Zudem müssten in absehbarer Zeit der Scheibentauchkörper und die Rechenanlage ausgetauscht werden. Sie seien schadhaft und nicht mehr zeitgemäß. Die Rechenanlage könne Feuchttücher nicht absondern, sodass die Entsorgung des Klärschlamms nicht mehr gesichert ist. Vermutlich werde auch ein Regenrückhaltebecken benötigt. Absehbar hohe Kosten, doch eine Alternative zur eigenen Kläranlage sehe man nicht im Gemeinderat.

    „Es tut schon weh“, meinte Bürgermeister Bruckmeier mit Blick auf die Einwohnerstatistik, „wir werden immer weniger“. Aktuell wohnen 536 Personen in der Gemeinde, die Talsohle könnte bei 500 liegen. Forheim müsse daher schneller als andere Kommunen lernen, wie man mit weniger zurechtkommen kann, ohne zu verlieren. Dazu gehöre beispielsweise keine zu große Infrastruktur, die Kläranlage angemessen zu dimensionieren und den Kindergarten zu erhalten. Denn der sei „die Kaderschmiede“ der Gemeinde.

    Straßenarbeiten sollen während des Feuerwehrfestes ruhen

    Der Bau von Windrädern beschäftigt die Gemeinde schon länger. Bei der letzten Regionalplanung wurden sechs Vorranggebiete um die Gemeinden festgelegt, „wir waren umzingelt“, sagte Bruckmeier. Deswegen wurde Widerspruch eingelegt. Es soll eine Reduzierung geben, eine Entscheidung werde aber frühestens im Herbst gefällt, wenn der Planungsverband in neuer Zusammensetzung tagt.

    Der Breitbandausbau in Aufhausen soll während des Feuerwehrfestes ruhen, die Straßen sollen geschlossen sein. Der Ausbau werde bis Herbst dauern. Befassen müsse sich die Gemeinde in nächster Zeit mit einem Hochwassercheck, denn bei Starkregen könne es wegen voller Kanalrohre zu Rückstaus kommen. Bruckmeier appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, ihre Versicherungsverträge darauf zu prüfen, ob ein Schutz vor Elementarschäden enthalten sei. Die Gemeinde habe ihre Verträge angepasst.

    Es gab dann die Bitte, bestimmte Dinge zu unterlassen: Müll irgendwo abzulagern, Materialien am Hungerberg zu verbrennen, die man nicht verbrennen dürfe. Die Bürger wünschten sich weniger Kraftfahrzeuge, die dauerhaft am Straßenrand, also auf öffentlichem Raum, abgestellt sind und mehr Ordnung auf „gschlamperten“ Grundstücken. Bruckmeier beendete die Sitzung mit einem Dank an die scheidenden und bleibenden Gemeinderäte.

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