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Hallenbad Nördlingen: Warum "NÖ!" nicht der richtige Name ist

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Nein zu „NÖ!“: Was gegen diesen Namen für das neue Hallenbad spricht

Martina Bachmann
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    Der Name für das Hallenbad in Nördlingen steht noch nicht fest.
    Der Name für das Hallenbad in Nördlingen steht noch nicht fest. Foto: Josef Heckl (Archivbild)

    Die Namensfindung an sich ist eine schwierige Sache. Alle Eltern wissen das. Sie kennen das festgefrorene Lächeln von Großeltern, Tanten, Onkeln und Bekannten, wenn man ihnen den kleinen Xaver oder die kleine Josefa präsentiert. Warum also soll die Namensfindung für ein Hallenbad einfacher sein? Und doch stellt sich die Frage, warum die Jury bei all den schönen Vorschlägen, die die Bürgerinnen und Bürger der Stadt geschickt haben, ausgerechnet „NÖ!“ favorisiert. Es gibt mehrere Argumente, die gegen diesen Namen sprechen.

    „NÖ!“ mag zwar kurz und originell sein, wird aber wohl nur von den Nördlingern im eigentlichen Sinn verstanden. Die Bewohner der einstigen freien Reichsstadt wissen um die Bedeutung als Abkürzung oder Autokennzeichen - jeder Auswärtige liest wohl erst einmal ein Synonym zum Wort „Nein“. Dass dann noch ein Ausrufezeichen integriert ist, lässt beim Leser Fragezeichen zurück. Denn das „Nein“ wird so mit einer Aufforderung verbunden. Cleverer spielt da der Stadtmarketingverein mit der zweiten Bedeutung von „NÖ“: „Ja zu NÖ“ lautet dessen Slogan.

    Diskussion um Namen für das Nördlinger Hallenbad

    „NÖ!“ bezieht sich auch nur auf die Stadt Nördlingen, nicht auf das gesamte Ries. Das neue Hallenbad mag vielleicht erst einmal von der Stadt selbst erbaut und bezahlt werden. Wenn es aber geöffnet ist, werden Schulkinder aus den unterschiedlichsten Riesgemeinden dort schwimmen lernen. Und die Nördlinger werden sich über Besucher aus anderen Gemeinden freuen (müssen), weil die mit ihrem Eintritt dafür sorgen, dass das Defizit des Bades geringer wird - und die finanzielle Belastung für Nördlingen damit auch. Man täte gut daran, das gesamte Ries von Beginn an in den Namen einzubinden.

    Nicht zuletzt: „NÖ!“ steht nicht auf der langen Liste mit 270 Vorschlägen, die von den Bürgern kamen. „NÖ-Bad“ wurde beispielsweise vorgeschlagen, genauso wie „NÖmare“ oder „NöRi-Bad“. Wer die Nördlinger aufruft, sich Gedanken über einen Namen zu machen, der sollte diese Ideen nicht nur als Arbeitsgrundlage sehen - sondern auch tatsächlich eine auswählen.

    Allen Argumenten, allen Diskussionen zum Trotz gilt aber: So lange die Namensfindung für ein neues Hallenbad für die längste Diskussion in einer Sitzung des Stadtrates sorgt, geht es Nördlingen wirklich (noch) sehr gut. In anderen Städten fragt man sich angesichts von Werksschließungen und Stellenabbau wahrscheinlich eher, wie lange man ein Hallenbad überhaupt noch betreiben kann.

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