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Insolvenz im Sternerestaurant: Jockl Kaiser erklärt aktuelle Lage bei Meyers Keller

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Nördlingens Sternekoch über die Insolvenz: „Wir tun alles, dass Meyers Keller Bestand hat“

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    Das Sternerestaurant Meyers Keller durchläuft aktuell ein Insolvenzverfahren. Jockl Kaiser hofft, dass es weitergeht.
    Das Sternerestaurant Meyers Keller durchläuft aktuell ein Insolvenzverfahren. Jockl Kaiser hofft, dass es weitergeht. Foto: Cara Irina Wagner, Fotohaus Hirsch (Archivbilder)

    Anfang Dezember war es eine Nachricht, die sich schnell im Ries verbreitete, schon auf dem Weihnachtsmarkt war getuschelt worden: Das Sternerestaurant Meyers Keller meldet Insolvenz an. Beim Amtsgericht hatte Jockl Kaiser den Antrag gestellt. Wie hat er die vergangenen Wochen erlebt und wie geht es aktuell im Restaurant weiter?

    Im Gespräch mit unserer Redaktion sagt Kaiser, dass er versucht habe, das Thema offensiv anzugehen. Wann es ihm möglich war, sei er auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. „Wir haben eine unglaubliche Solidarität erlebt. Im Geschäft oder wenn ich durch die Straßen gelaufen bin, haben mir die Leute Mut zugesprochen: ‚Das schafft ihr.‘ Das, was wir erlebt haben, war ausschließlich positiv.“ Natürlich habe es in den sozialen Medien auch andere Kommentare gegeben. Dort war beispielsweise auch Kritik an den Preisen im Restaurant laut geworden. Kaiser sagt, dass man in der Hinsicht aber nicht nur die Ware sehen dürfe, schließlich betreibe man einen größeren Aufwand, vom Käsewagen bis zur Weinbegleitung. Man habe mehrere Auszubildende und dürfte auch nicht vergessen, dass im Fleischbereich die Kosten „in den letzten Monaten explodiert“ sind. „Die Preise muss ich nehmen.“

    Nördlingens Sternekoch über die aktuelle Lage in der Insolvenz

    Grundsätzlich laufe das operative Geschäft auch, das Problem sei ja ein anderes gewesen: In Coronazeiten habe man mit Investitionen in den Malzboden den Gästen mehr bieten wollen: „Da ist uns die konjunkturelle Lage in die Grätsche gesprungen“, sagt Kaiser. Man spüre die Verunsicherung in der Industrie oder bei Privatleuten, das schlage sich aber vor allem bei den Veranstaltungen nieder. An geplanten Events halte man fest, etwa das sogenannte „Eat to the Beat“, zu dem unter anderem diverse Gastköche kommen, sei schon sehr gut gebucht. Auch sonst sei der Andrang im Restaurant spürbar: „Wir würden uns freuen, wenn das anhalten würde.“ Denn er und seine Frau Evelin Kaiser wollten zeigen, dass eine breit aufgestellte Gastronomie in Nördlingen möglich sei. Jeder Gastronom in Nördlingen mache einen tollen Job und Meyers Keller sei ein Puzzleteil in der Gastronomie.

    Die Arbeit mit dem Insolvenzverwalter laufe gut, man müsse nun bestimmte Dinge abarbeiten. „Wir sind auf einem guten Weg und tun alles, dass Meyers Keller Bestand hat.“ Natürlich beanspruche ihn die Insolvenz, er würde gerne mehr in die Küche kommen. Manchmal seien auch schon Fragen aufgekommen, ob er nicht den Michelin-Stern abgeben wolle: „Das beeinflussen wir nicht, ob wir den Stern haben oder nicht. Es ist unser Qualitätsanspruch, der dazu geführt hat.“ Würde er anders kochen, würde er sich untreu werden: „Ich kann nicht anders kochen.“

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