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Löpsingen ehrt Ortssprecherin Gudrun Gebert-Löfflad nach 18 Jahren

Löpsingen

Bewegender Abschied von Ortssprecherin Gudrun Gebert-Löfflad: „Es war mir eine Ehre“

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    Löpsingen hat seine bisherige Ortssprecherin Gudrun Gebert-Löfflad (Mitte mit Blumen) mit einem Festabend verabschiedet, ganz links OB David Wittner.
    Löpsingen hat seine bisherige Ortssprecherin Gudrun Gebert-Löfflad (Mitte mit Blumen) mit einem Festabend verabschiedet, ganz links OB David Wittner. Foto: Vivien Schilling

    Brechend voll war der Saal im Löpsinger Gasthaus zum „Schwarzen Adler“ am Freitagabend, denn dort versammelte sich die Dorfgemeinschaft, um ihre langjährige Ortssprecherin Gudrun Gebert-Löfflad zu verabschieden. 18 Jahre lang war Gebert-Löfflad Ansprechpartnerin, Organisatorin und Vertreterin für ihr Dorf gewesen. Mit den Kommunalwahlen im März legte sie diese Aufgabe ab, da sie nicht mehr zur Wahl antrat. Mit 34 Jahren wurde sie 2008 zur Ortssprecherin gewählt. „Dass sie so lange aushält, hätte ich nicht gedacht“, hieß es in einem Sketch der Löpsinger Laienspielgruppe. Dennoch: „Nichts Besseres hätte uns passieren können.“

    Der Wunsch der Moderatoren des Abends, zu denen unter anderem die neuen Ortssprecher Dieter Hubel und Daniel Ott gehörten, war klar: „Gemeinsam zurückblicken, sich an die schönen Momente erinnern, zusammen Spaß haben und lachen.“ Der Saal schwelgte in Nostalgie, als auf die vergangenen 18 Jahre zurückgeblickt wurde. Die Zeitreise begann 2008, als Gebert-Löfflad mit 1693 Stimmen in den Nördlinger Stadtrat einzog und zur Löpsinger Ortssprecherin gewählt wurde. Die Erneuerung der Brücke am Kesselsteg, der Parkplatz am Sportplatz, die Renovierung des Ortsgemeindehauses sowie der Neubau der Turnhalle wurden aufgearbeitet. Doch auch an Flursäuberungen, Ortsteilversammlungen, Weihnachtsmarktfahrten und Gebert-Löfflads Titel als Schützenkönigin 2011 wurde erinnert.

    Gudrun Gebert-Löfflad hört nach 18 Jahren Lokalpolitik auf

    Als Gudrun Gebert-Löfflad 2014 erneut bei den Kommunalwahlen antrat, wurde sie stellvertretende Bürgermeisterin Nördlingens – als erste Frau jemals. Es wurde an die Einweihung des neuen Bildstocks auf dem Fahrradweg Richtung Pfäfflingen, an die Erschließung des ersten Neubaugebiets sowie an den Neubau des Feuerwehrhauses 2019 erinnert. Doch auch das erste Löpsinger „Infoblädle“, das die Ortssprecherin 2015 ins Leben rief, blieb in Erinnerung. Gleiches galt für das Freilichtstück „Michel aus Lönneberga“, für das Gebert-Löfflad Regie und Organisation übernahm, die Eisplatzparty an der Eger 2017 sowie die Maibaumfeste. „Unsere Gudrun hat ganz schön was auf die Reihe gebracht“, meinten zwei Damen in einem weiteren Sketch. „Sie hat das Dorf zusammengehalten.”

    2020 trat die Ortssprecherin ihre dritte Amtszeit an und wurde auch dritte Bürgermeisterin Nördlingens. Im Gasthaus zum „Schwarzen Adler“ blickten die Löpsinger auf die Neubauerschließung im Jahr 2023, an das Projekt Nahwärme, das Gebert-Löfflad federführend auf die Beine stellte und 133 Haushalte versorgen soll, und die Neugestaltung des Löpsinger „Brückenplatzes“ zurück. Doch auch gemeinsame Bergwochenenden, Theaterproben und Volleyballspiele wollten die Löpsinger in Erinnerung behalten. „Gudrun ist für fast alles zu haben und sich für nichts zu schade“, sagte die Moderation. Für ihre „Ortssprecherin in Rente“ hatten sie auch einen Vorschlag für die Zukunft: „Falls dir langweilig wird: Einen Biergarten im Sommer könnte Löpsingen schon vertragen.“

    Die Wertschätzung für Gebert-Löfflad ist groß im Dorf. „Du hast Leute zusammengebracht und Dinge angepackt“, sprachen ihr die Damen der Laienspielgruppe in einem letzten Sketch zu. „Man kann gar nicht hoch genug wertschätzen, wie sich das Dorf in den vergangenen 18 Jahren weiterentwickelt hat und was geschaffen wurde.” Der Abend rührte die scheidende Ortssprecherin zu Tränen. „Danke für zahlreiche menschliche Begegnungen und für das Vertrauen, das ihr mir wiederholt geschenkt habt. Rückblickend war es eine lehrreiche, spannende, manchmal holprige, aber auf jeden Fall intensive Zeit“, resümierte sie unter nicht enden wollendem Beifall. „Es war mir eine Ehre, eure Ortssprecherin gewesen zu sein.“

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