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Nördlingen: Was den neuen Nördlinger Polizeichef auszeichnet

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Was den neuen Nördlinger Polizeichef auszeichnet

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    In Nördlingen gab es einen Wechsel an der Spitze der Polizeiinspektion. Unser Bild zeigt von links: Polizeivizepräsident Michael Riederer, der neue PI-Chef Andreas Schröter, sein Vorgänger Walter Beck und Polizeipräsident Martin Wilhelm.
    In Nördlingen gab es einen Wechsel an der Spitze der Polizeiinspektion. Unser Bild zeigt von links: Polizeivizepräsident Michael Riederer, der neue PI-Chef Andreas Schröter, sein Vorgänger Walter Beck und Polizeipräsident Martin Wilhelm. Foto: Reinhard Schlegel

    Der eine geht, der andere kommt: Ein Wechsel an der Spitze einer Polizeiinspektion kann eine ziemlich nüchterne Sache sein. Doch wenn der eine ein echter Rieser und der andere irgendwie auch einer ist, wenn beide im Krater verwurzelt und gerne bei der Polizei sind, dann ist das eine andere Sache. Nämlich eine ganz herzliche Angelegenheit, wie am Dienstag in der Alten Schranne in Nördlingen. Dort wurde der bisherige Polizeichef Walter Beck mit höchstem Lob verabschiedet und sein Nachfolger im Amt begrüßt.

    46 Jahre lang war Walter Beck im Dienst der bayerischen Polizei. Zahlreiche Stationen hat der Rieser durchlaufen, unter anderem war er als Dienstgruppenleiter in München oder im Innenministerium eingesetzt. Zuletzt leitete Beck die Polizeiinspektion Nördlingen. Zum Jahreswechsel hieß es Abschied nehmen, weshalb Beck bei seiner Verabschiedung auch keine Uniform mehr trug. Was aber die Redner keinesfalls davon abhielt, auf den Polizisten Beck wahre Loblieder zu singen. 

    Aufklärungsquote der Nördlinger Polizei gestiegen

    So sagte der Polizeipräsident Nordschwabens, Martin Wilhelm: "Du bist ein Polizist, wie man ihn gerne malen würde." Die Dienststelle Nördlingen stehe "picobello" da, in Becks Zeit sei die Aufklärungsquote gestiegen und die Kriminalitätsrate gesunken: "Viel besser kann man es nicht machen." Nördlingens Oberbürgermeister David Wittner wiederum lobte, dass Beck immer auch präventiv gearbeitet habe. Er dankte für den "kurzen Weg" zwischen Rathaus und Polizei, für die Präsenz und den engen Austausch – und dafür, dass Beck nicht nur sprichwörtlich den Kopf hingehalten habe. Landrat Stefan Rößle meinte, Beck sei ein Mensch aus der Mitte der Rieser und habe es dennoch geschafft, Respektsperson und Autorität zu bleiben. 

    Beck selbst blickte kurz auf seine Stationen zurück und meinte: In der bayerischen Polizei habe sich in den vergangenen 46 Jahren, was Ausstattung, Ausrüstung und Ausbildung angehe, viel zum Positiven entwickelt. Doch in der Gesellschaft sehe es anders aus. Spätestens seit der Corona-Pandemie sei die aufgeheizte Stimmung die "normale Betriebstemperatur". Ausdrücklich bedankte sich Beck bei seiner Familie und seinen Kollegen: "Es war mir eine sehr große Ehre."

    Andreas Schröter neuer Polizeichef in Nördlingen

    Becks Nachfolger im Amt ist Andreas Schröter, selbst in Berlin geboren, doch in Nördlingen verwurzelt. OB Wittner erinnerte sich an die Zeit, als er selbst Schröters Co-Trainer beim TSV Nördlingen war: "Du bist als Erster gekommen und als Letzter gegangen. Und nachts hast du noch eine Mail geschickt." So lebe Schröter nicht nur das Ehrenamt, sondern auch seinen Beruf – mit hoher Professionalität. Landrat Rößle erinnerte sich an eine Anekdote: Einst habe Schröter den VfB Oberndorf vor dem Abstieg gerettet und acht Tore in neun Spielen geschossen: "Ein Freund und Helfer und ein Retter in der Not." Als ehemaliger Polizist wisse er, sagte Rößle, dass es das "Größte der Gefühle" sei, Dienststellenleiter in der Heimat zu werden.

    Polizeipräsident Wilhelm erinnerte daran, dass Schröter seine Karriere 1987 als Polizeipraktikant in Nördlingen begonnen habe: "Sie sind einer aus der Region." Jetzt schließe sich der Kreis. Schröter sei nicht nur ein hartnäckiger Ermittler und fachlich gut aufgestellt, sondern auch offen: "Aus meiner Sicht ein hervorragender Nachfolger." Schröter selbst ging auf das Thema Heimat ein. Die erste sei Berlin Tempelhof gewesen, die zweite Nördlingen mit dem TSV: "Das Ries ist mir sehr ans Herz gewachsen." Der neue PI-Chef bedankte sich bei seinen Mentoren, die ihn auf dem Weg unterstützt hatten – einer sei auch Walter Beck gewesen. Von ihm habe er gelernt, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen.

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