Die St. Georgskirche in Nördlingen steht vor einem bedeutenden Ereignis: Im Jahr 2027 feiert das Gotteshaus sein 600-jähriges Bestehen – doch das Jubiläum wird auf einer Baustelle begangen. Denn seit diesem Jahr finden umfassende Sanierungsmaßnahmen im Innenraum der Kirche statt, die auf drei Jahre angelegt sind.
Hauptportal in der Windgasse könnte wieder öffnen
In einer Sondersitzung hat sich der evangelische Kirchenvorstand gemeinsam mit dem zuständigen Architekten Rainer Heuberger intensiv mit der Zukunft des Kircheninnenraums beschäftigt. Vor Ort wurden verschiedene Möglichkeiten der Umgestaltung besprochen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob die Kirche künftig wieder einen Mittelgang erhalten soll. Ziel wäre es, vom ursprünglichen Hauptportal in der Windgasse – das derzeit geschlossen ist – wieder einen freien Blick bis zum Hochaltar zu ermöglichen. Besucherinnen und Besucher könnten dann vom Eingang aus bis in den Chorraum gehen und die besondere Raumwirkung der Kirche neu erleben.
Kirchenvorstand diskutiert neue Sitzordnung für St. Georg
Doch ein Mittelgang hätte unter Umständen auch praktische Folgen. Diskutiert wurde insbesondere, wie viele Sitzplätze künftig zur Verfügung stehen würden, welche Sichtbeeinträchtigungen durch die Säulen entstehen könnten und welche Sitzbänke weiterhin beheizbar wären. Schließlich geht es um eine Entscheidung, die das Erscheinungsbild und die Nutzung der Kirche, etwa bei großen Konzerten, für die kommenden Jahrzehnte prägen wird. Auch technische Fragen standen auf der Tagesordnung: Alexander Buchinger der Firma Strässer stellte vor, wie die Kirche künftig über Mikrofone und Lautsprecher beschallt werden könnte.
Erste Entscheidungen über die künftige Gestaltung von St. Georg könnten in der nächsten Sitzung des Kirchenvorstandes fallen. Diese findet am Dienstag, 9. Juni, um 19.30 Uhr im Kapitelsaal des Dekanats statt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich über die Zukunft der St. Georgskirche zu informieren.
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