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Tempo 30 in Möttingen bleibt Thema: Antrag auf Verlängerung gestellt

Möttingen

Böllmann weiter für Tempo 30 in Möttingen: „Ich will, dass auch nachts vernünftig gefahren wird“

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    Die Gemeinde Möttingen wünscht sich für die Ortsdurchfahrt auch künftig Tempo 30 in der Nacht. Aus Sicht der Kommune hat sich die Geschwindigkeitsbegrenzung bewährt.
    Die Gemeinde Möttingen wünscht sich für die Ortsdurchfahrt auch künftig Tempo 30 in der Nacht. Aus Sicht der Kommune hat sich die Geschwindigkeitsbegrenzung bewährt. Foto: Bernd Schied

    Seit fünf Jahren gilt in der Ortsdurchfahrt von Möttingen auf der Bundesstraße 25 zwischen 22 Uhr und sechs Uhr morgens Tempo 30. Mancher Verkehrsteilnehmer ärgert sich heftig darüber und hält die Geschwindigkeitsbegrenzung gerade in der Nacht, wo in der Regel weniger Verkehr herrscht, für überflüssig. Die sonst geltenden 50 km/h wären völlig ausreichend, heißt es oft. Die unmittelbaren Anwohner begrüßen die Regelung hingegen. So blieben sie wenigstens zur Schlafenszeit von lautem Verkehrslärm einigermaßen verschont. Bürgermeister Timo Böllmann hat das Thema jüngst bei seinen Wahlversammlungen im Kernort und den Teilgemeinden angesprochen.

    Dort hat er mitgeteilt, dass die Kommune eine Verlängerung der Tempobeschränkung um weitere fünf Jahre beim Staatlichen Bauamt in Augsburg beantragt habe. Böllmann ist davon überzeugt: „Ich will einfach, dass auch nachts durch Möttingen vernünftig gefahren wird“. Dies sei inzwischen größtenteils auch der Fall. Tempo 30 zeige Wirkung, wie die regelmäßigen Messungen ergeben würden. „Die Zeiten, als Autos und Lkw mitunter mit 80 bis 100 km/h durchgebrettert sind, gehören wohl der Vergangenheit an“, resümiert der Rathauschef zufrieden.

    Tempo 30 in der Nacht in Möttingen: Geld durch Kontrollen stehe nicht im Vordergrund

    Böllmann verschweigt auch nicht einen weiteren Aspekt: Die Kontrollen durch ein beauftragtes Privatunternehmen spülten jährlich ganz erkleckliche Beträge in die Gemeindekasse, von denen der Kommune allerdings nur ein Teil bleibe. Das Geld stehe nicht im Vordergrund, versichert der Bürgermeister. Der Kommune sei der Lärmschutz der Anwohner wichtig, damit sie wenigstens in der Nacht weniger Verkehrslärm zu ertragen hätten.

    Zuständig für derartige Tempobeschränkungen ist das Landratsamt Donau-Ries, das in Absprache mit dem Staatlichen Bauamt Augsburg die rechtliche Anordnung erteilt. Gegenüber unserer Redaktion teilte die Untere Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes auf Anfrage mit, dass der Antrag der Gemeinde Möttingen eingegangen sei und derzeit bearbeitet werde. Der für den Landkreis Donau-Ries beim Staatlichen Bauamt zuständige Abteilungsleiter Alexander Becker äußert sich ähnlich. Derzeit würden Untersuchungen hinsichtlich der Lärmgrenzwerte ausgewertet. Danach werde über den Verlängerungsantrag entschieden.

    Eine Ortsumfahrung würde Möttingen vom Verkehr auf der B25 entlasten

    Markus Bettinger, bei der Polizeiinspektion Nördlingen für Verkehrsangelegenheiten zuständig, sagte, im Zusammenhang mit Tempo 30 in Möttingen habe die Polizei keine eigenen Erfahrungswerte, weder positiv noch negativ.

    Vom Verkehrslärm entlastet wäre die Gemeinde, wenn eines Tages eine Ortsumfahrung gebaut würde, die nach wie vor im vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes eingestuft ist und somit vom Straßenbauamt geplant werden könnte. Seit längerer Zeit tut sich in dieser Angelegenheit allerdings nichts. Die Anlieger fordern nach wie vor eine Umgehung, örtliche Betriebe hatten sich aber dagegen ausgesprochen. Seitens der Gemeinde und des Gemeinderates werden allerdings keinerlei Anstrengungen in Richtung der Ortsumfahrung unternommen, wie Bürgermeister Böllmann bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder deutlich gemacht hat. Gleiches gilt für das Staatliche Bauamt. Solange aus Möttingen keine Initiative kommt, hat auch die Augsburger Straßenverkehrsbehörde keine Eile, wie der Bereichsleiter Straßenbau, Markus Kreitmeier, anlässlich eines Ortstermins zum Bau des Radweges Minderoffingen-Fremdingen im vergangenen Herbst unserer Redaktion gegenüber erklärt hatte.

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