Auf der Alten Bürg kehrt wieder Leben ein: Die Stadt Nördlingen hat kürzlich über die Vergabe der Waldgaststätte entschieden. Vergeben wird sie laut einer Pressemitteilung der Stadt ab dem 1. Juli. Die beiden neuen Pächter sind keine Unbekannten. Alexander Russe und Mario Fickel werden die Gaststätte betreiben. Russe hat bis vor Kurzem die Bar „Alexanderplatz“ in Nördlingen bewirtet, Fickel war mehrere Jahre Küchen- und Serviceleiter in der Brauereigaststätte in Fürnheim.
Geplant ist laut Alexander Russe ein „gutbürgerliches Wirtshaus, zusammen mit Kultur und Erlebnis“, eine Biergartenwirtschaft. Um die Getränke kümmere sich Russe, Fickel sei der Profi, wenn es ums Essen geht. Ein „Soft-Opening“, also eine inoffizielle Eröffnung, planen die beiden für den 1. Juli, unter „Vollast“, wie Russe sagt, soll der Biergarten ab dem 15. Juli geöffnet sein.
Russe: Ab 15. Juli ist der Biergarten „Alte Bürg“ geöffnet
Dieser habe zunächst Priorität; „denn wir wollen zumindest die halbe Biergartensaison noch mitnehmen“, sagt Russe. Langfristig sei geplant, auch die Sommerhalle für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen. Auch Cocktailkurse, wie schon in der Bar Alexanderplatz, will Russe dort wieder anbieten.
„Daheim isch do, wos was Gscheids gibt“, heißt es in der neuen Speisekarte der „Alten Bürg“. Neben deftigen Gerichten wie Schäufele, Spätzle und Zwiebelrostbraten dürfen sich die Gäste auf Biergartenklassiker wie Wurstsalat oder Brotzeit freuen. Auch vegetarische Gerichte sind im Angebot.
Gastronomen haben sich als Duo für die „Alte Bürg“ beworben
Beworben haben sich die beiden Gastronomen bei der Stadt nur zu zweit. Zunächst waren beide Teil einer Gruppe um Johann Diethei, der sich einen „Erlebnisort mit Zukunft, ohne Emissionen“ für die Alte Bürg gewünscht hatte. Den Antrag der Gruppe hatte der Stadtrat abgelehnt.
Die Stadt Nördlingen teilt mit: „Zuvor waren bei den Vereinigten Wohltätigkeitsstiftungen mehrere unterschiedliche Bewerbungen und Betriebskonzepte eingegangen. Zuletzt lag eine Bewerbung eines Vereins in Gründung mit ständig wechselnden Ansprechpartnern in Verbindung mit einer GmbH vor.“ Diese Bewerbung habe der Stadtrat nach eingehender Beratung und sorgfältiger Prüfung abgelehnt. Mit der nun beschlossenen Vergabe setzten die Vereinigten Wohltätigkeitsstiftungen auf eine erfahrene gastronomische Lösung mit regionaler Verankerung, um die traditionsreiche Waldgaststätte künftig wieder als beliebten Treffpunkt und Ausflugsziel zu etablieren, heißt es abschließend.
Das einst sehr beliebte Ausflugslokal stand in den vergangenen zwei Jahren leer. Zum 31. Dezember 2023 hat die letzte Pächterin Tanja Simovic das Restaurant aufgegeben.
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