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Porträt
17.05.2021

Louis Klamroth ist der Mann, der Armin Laschet auf den Zahn fühlt

Louis Klamroth hat 2018 den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises gewonnen.
Foto: Henning Kaiser, dpa

Louis Klamroth interviewt für Pro7 Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Viele Zuschauer dürften den 31-Jährigen vor allem aus einem Film kennen.

Nach seiner Fernsehpremiere hat Louis Klamroth einen Zettel an seinen Kühlschrank gepinnt. „Klamroth, der Gutmensch“ stand darauf, es war einer der ersten Zuschauerkommentare, den er erhalten hatte. „Das fand ich ganz nett“, hat der 31 Jahre alte Moderator vor einiger Zeit grinsend in einem Interview erzählt. Der Spruch, von dem Zuschauer als Beleidigung gemeint, war für Klamroth eher Ansporn und Bestätigung.

Fast vier Jahre lang hat der Hamburger in der von ihm konzipierten ntv-Sendung „Klamroths Konter“ Politiker wie Christian Lindner oder Annalena Baerbock interviewt, mal abgeklärt-routiniert, mal provokant und geradeheraus. Seinen ersten Gast, CDU-Politiker Jens Spahn, fragte Klamroth: „Waren Sie bekifft oder verstrahlt, als Sie der CDU beigetreten sind?“ 2018 gewann der Journalist, der mit seiner Show zu Deutschlands jüngstem Polit-Talker wurde, den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises.

Louis Klamroth interviewt auf Pro7 Armin Laschet

Jetzt hat Klamroth den Arbeitgeber gewechselt: Bei Pro7 interviewt er neben Linda Zervakis zur besten Sendezeit die Kanzlerkandidaten der großen Parteien, zuletzt SPD-Mann Olaf Scholz. Am Montagabend wird sich der Kandidat der Union, Armin Laschet, in einer Sondersendung den Fragen des Talk-Duos stellen.

Den konfrontativen Stil hat Klamroth auch bei Pro7 nicht abgelegt. Nach vorne gebeugt löcherte er Scholz und gab in der Konstellation mit Zervakis den Mann für die unangenehmen Fragen. Nicht allen gefiel diese Art. „Unsympathisch“ sei er gewesen, heißt es von einigen Nutzern auf Twitter, „zu frech“ von anderen.

"Klamroths Konter" war die erste Fernsehsendung von Louis Klamroth

Oftmals ist es aber gerade Klamroths ungewöhnlicher Stil, der viele Gespräche interessant macht. Der Moderator nimmt Politik ernst, lässt sich aber nicht mit Worthülsen abspeisen – vielleicht auch, weil er ein Quereinsteiger ist. Der 31-Jährige hat zunächst Politikwissenschaften in Amsterdam und London studiert, machte ein Praktikum bei Günther Jauch. „Klamroths Konter“ war sein erster Einsatz als Moderator.

Vor der Kamera stand Klamroth jedoch schon öfter: unter anderem als Kind in „Das Wunder von Bern“. In dem Film spielte er die Rolle des zwölfjährigen Mattes, der sich während der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 seinem Vater, der aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrt, annähert. Dieser Vater wird von Schauspieler Peter Lohmeyer verkörpert, dessen Sohn Klamroth auch im echten Leben ist. In Lohmeyers Fußstapfen trat er letztlich aber nicht – zu groß war der Rummel, zu gewaltig der Kontrast zu seinem Alltag in der Schule.

Vielleicht hat Klamroth aber auch der Weg eines anderen berühmten Familienmitglieds inspiriert: Seine Großtante war die berühmte Journalistin Wibke Bruhns, die erste Nachrichtensprecherin im deutschen Fernsehen.

Lesen Sie dazu auch: Vom Kiosk ins ARD-Studio: Linda Zervakis verlässt die "Tagesschau"

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