Bei der gescheiterten Erpressung des Unternehmers Carsten Maschmeyer ist es um Millionen gegangen. "Der Erpresser hatte 2,5 Millionen Euro gefordert", sagte eine Sprecherin Maschmeyers. Maschmeyer sollte die Summe bis Samstag bereitstellen. "Der Täter hatte mit Gewalt gedroht, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden", sagte die Sprecherin weiter.
Maschmeyer, der auch auf der privaten Urlaubsliste von Bundespräsident Christian Wulff auftaucht, habe am Mittwoch das Erpresserschreiben erhalten und dann umgehend die Polizei informiert, fügte sie hinzu. Nachdem die Polizeidirektion Hannover die Mitteilung über den Erpressungsversuch gegen Carsten Maschmeyer erhalten hatte, wurden die Ermittlungen aufgenommen, wie die Polizei mitgeteilt hatte. Nach intensiver Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Hannover sei der Beschuldigte, ein 60-jähriger Mann, bei einer vereinbarten Geldübergabe in Münster vorläufig festgenommen worden.
Erpresser bereits wegen Betruges verurteilt
Der Beschuldigte stamme aus Nordrhein-Westfalen. Er war bereits wegen Betruges verurteilt worden. Der Festgenommene wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der mutmaßliche Täter sitze in Untersuchungshaft, Anhaltspunkte auf Mittäter gebe es nicht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover.
Keinen Bezug zu Veronica Ferres
Der Bild zufolge hat der Erpresser die Tat gestanden. Zu Maschmeyer, dessen Lebensgefährtin, der Schauspielerin Veronica Ferres, oder dem Umfeld des Paars habe er keinen Bezug. Er sei auf den Reichtum Maschmeyers aufmerksam geworden, nachdem er eine TV-Sendung gesehen habe, in der Maschmeyers Villen in Hannover und auf Mallorca gezeigt wurden, hieß es weiter.
Der Täter soll mit der Entführung der 17 und 21 Jahre alten Söhne Maschmeyers und mit Gewalttaten gegen ihn selbst gedroht haben. Falls er nicht zahlen, gäbe es ja auch noch Frau Ferres, schrieb das Blatt ohne Angabe der Quelle. Die Sprecherin Maschmeyers wollte diese Darstellung nicht bestätigen. dapd