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Sommerzeit 2013: Zeitumstellung: So stellen Sie die Uhr heute richtig um

Sommerzeit 2013

Zeitumstellung: So stellen Sie die Uhr heute richtig um

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    Sommerzeit 2013: Die Uhr muss am heutigen Ostersonntag wieder umgestellt werden.
    Sommerzeit 2013: Die Uhr muss am heutigen Ostersonntag wieder umgestellt werden. Foto: Martin Schutt dpa

    Sommerzeit 2013: In der Nacht auf Ostersonntag wurde die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Um zwei Uhr fand die Zeitumstellung statt, auf dann drei Uhr. Wir haben also die kürzeste Nacht des Jahres hinter uns, eine Stunde Schlaf wurde uns gestohlen.

    Umstellung auf Sommerzeit bringt nichts

    Eigentlich sollte mit Sommerzeit und Winterzeit der Energieverbrauch gesenkt werden. Das war zumindest der Plan, als in der siebziger Jahrtn die Zeitumstellung beschlossen wurde. Gebracht hat das Ganze allerdings nichts. Zwar braucht man durch die zusätzliche Stunde Tageslicht während der Sommerzeit weniger elektrisches Licht, aber morgens wird dafür mehr Energie zum Heizen verbraucht. Unterm Strich ist der Energieaufwand dadurch - einigen Studien zufolge - sogar höher.

    Und noch eine zweite unschöne Konsequenz hat die Umstellung der Uhr: Viele Fachleute sind überzeugt davon, dass sich die Zeitumstellung negativ auf den Biorhythmus auswirkt. Studien haben ergeben, dass sich am darauffolgenden Montag mehr Verkehrsunfälle als sonst ereignen.

    70 Prozent sind gegen Sommerzeit

    Die Geschichte der Zeitumstellung

    Benjamin Franklin ist der eigentliche Urheber der Zeitumstellung. Bereits 1784 formulierte er seine Idee, durch eine Zeitumstellung den Kerzenverbrauch zu senken, in einem Brief an eine Pariser Zeitschrift. Wahrscheinlich hat er seinen Vorschlag aber nicht ernst gemeint.

    Hierzulande wurde die Sommerzeit erstmals 1916 anlässlich des Ersten Weltkrieges eingeführt. Die Umstellung wurde bis 1918 beibehalten. Seither gab es verschiedene Ansätze. 1947 gab es zum Beispiel zusätzlich zur Sommerzeit eine Hochsommerzeit.

    Die Ölkrise 1973 veranlasste die Länder Europas dazu, Möglichkeiten für einen geringeren Energieverbrauch zu suchen. Einige Jahre später wurde die Sommerzeit eingeführt, um das Tageslicht besser ausnutzen zu können.

    Der englische Ausdruck für die Sommerzeit lautet: "Daylight Saving Time". Damit ist der eigentliche Zweck der Umstellung wörtlich benannt.

    In Deutschland wurde die Zeitumstellung erst 1980 vollzogen, weil sich die beiden deutschen Staaten erst untereinander einigen mussten. Man wollte verhindern, die BRD und die DDR auch noch zeitlich zu trennen.

    Mitte der 90er Jahren einigte man sich innerhalb der EU auf eine einheitliche Sommerzeit. Seitdem werden in allen europäischen Ländern am letzten Sonntag im März die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren dann wieder auf Winterzeit (Normalzeit) zurückgestellt.

    Der eigentliche Zweck der Zeitumstellung wurde, wie man inzwischen weiß, verfehlt. Zwar braucht man durch die zusätzliche Stunde Tageslicht während der Sommerzeit weniger elektrisches Licht, aber morgens wird dafür mehr Energie zum Heizen verbraucht. Unterm Strich ist der Energieaufwand dadurch - einigen Studien zufolge - sogar höher.

    Außerdem sind viele Experten davon überzeugt, dass sich die Zeitumstellung negativ auf den Biorhythmus auswirkt. Studien haben ergeben, dass sich am darauffolgenden Montag mehr Verkehrsunfälle als sonst ereignen.

    70 Prozent der Deutschen sind für eine Abschaffung der Zeitumstellung, ergab jetzt eine Umfrage der DAK-Gesundheit. Jeder Vierte kämpft demnach mit den Folgen der Uhrenumstellung, Frauen sind stärker betroffen als Männer. Die Krankenkasse hatte die repräsentative Forsa-Umfrage unter 1003 Menschen in Auftrag gegeben. kat/bo

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