Nach dem Vorfall in Beverly Hills hätte man das, was dann noch passieren sollte, wohl eher für unwahrscheinlich gehalten. 2001 wird Winona Ryder in eben jenem noblen Stadtteil von Los Angeles dabei erwischt, wie sie Luxusklamotten im Wert von rund 5000 Dollar klaut.
Sie wird verurteilt, bekommt eine dreijährige Bewährungsstrafe, leistet gemeinnützige Arbeit. Das Ende ihrer Karriere, hätte man damals meinen können. Es sollte anders kommen.
Ihren Durchbruch schaffte Winona Ryder in einem Film mit Johnny Depp
Winona Ryder ist derzeit in einer Serie zu sehen, deretwegen Netflix-Server auf der ganzen Welt überlastet waren, nämlich am 27. November, an jenem Tag, als die fünfte Staffel der Science-Fiction-Horror-Mystery-Serie „Stranger Things“ ausgestrahlt wurde. Ryder spielt darin eine der Hauptfiguren, Joyce Byers, die, gemeinsam mit ihren Kindern und anderen Bewohnern der fiktiven Kleinstadt Hawkins, in den Kampf um die Rettung mindestens ebenjenes Ortes verstrickt wird und Staffel für Staffel gegen Monster aus einer Parallelwelt und hin und wieder auch gegen die Sowjets kämpft – sehr vereinfacht ausgedrückt.
Die Serie spielt in den 80er-Jahren, es gibt zahlreiche popkulturelle Referenzen, deren Analyse ganze Bücher füllen könnte. Im wahren Leben sind die 80er die Zeit, als Ryders Karriere beginnt. Ihren Durchbruch schafft die heute 54-Jährige 1990 an der Seite ihres späteren Lebensgefährten Johnny Depp in Tim Burtons „Edward mit den Scherenhänden“.
Der Fantasyfilm wird ein internationaler Kinoerfolg. In den folgenden Jahren dreht Ryder mit den ganz Großen des Showgeschäfts, ist etwa neben Meryl Streep und Antonio Banderas in „Das Geisterhaus“ zu sehen, arbeitet mit Regie-Ikonen wie Woody Allen oder Martin Scorsese zusammen, gewinnt einen Golden Globe, wird zweimal für den Oscar nominiert. Dann kommt der Diebstahl. Und nicht wenige meinen: Das war's.
Serienfinale Anfang Januar: Serverüberlastung bei Netflix durch "Stranger Things" erwartet
Aber das war's eben nicht. In den ersten fünf Tagen nach Veröffentlichung erreichte die neue Staffel von „Stranger Things“ unfassbare 59,6 Millionen Aufrufe und erzielte damit den erfolgreichsten Start einer englischsprachigen Serie in der Geschichte des Streamingdienstes. Anfang Januar wird das Serien-Finale von „Stranger Things“ ausgestrahlt. Man kann davon ausgehen, dass auch dann die Netflix-Server rund um die Welt überlastet sein werden.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren