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David Gilmour: Der legendäre Gitarrist von Pink Floyd wird 80 Jahre alt

Pink Floyd

Der Buddha an der Stratocaster: David Gilmour zum 80. Geburtstag

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    Gitarrist und Sänger David Gilmour im Jahr 2024.
    Gitarrist und Sänger David Gilmour im Jahr 2024. Foto: Anton Corbijn, Sony Music, dpa

    Über David Gilmour ein Porträt zum 80. Geburtstag zu schreiben, ist eine delikate Angelegenheit. Denn es gibt, grob geschätzt, zwei Millionen Gitarreros in aller Welt, die jeweils ihre eigene Meinung zu einem der größten Gitarristen der Rockgeschichte haben – und jede fremde Einschätzung kritisch auf die Waagschale legen.

    Das hängt unter anderem damit zusammen, dass dieser Rockmusiker, Komponist und Musikproduzent aus Cambridge weit mehr ist als nur der Saitenzupfer von Pink Floyd. David Gilmour ist sozusagen der Architekt des vielleicht interessantesten Sounds der Rockgeschichte.

    Im Jahr 2019 versteigerte David Gilmour seine legendäre Gitarrensammlung für mehr als 21 Millionen US-Dollar

    Während andere Gitarristen gerne auf flinke Finger setzen, um ihr Können zu demonstrieren, ist er der Meister der Entschleunigung und Emotionen. Gilmour nutzt die Stille zwischen den Tönen als Stilmittel. Nicht zuletzt darum wird er von Fans auch liebevoll der „Buddha an der Stratocaster“ genannt, seine Lieblingsgitarre übrigens.

    Sie waren Pink Floyd: (von links) Richard Wright, David Gilmour, Nick Mason und Roger Waters.
    Sie waren Pink Floyd: (von links) Richard Wright, David Gilmour, Nick Mason und Roger Waters. Foto: Storm Thorgerson, Sony Music/dpa

    So eine Gilmour-„Strat“ ist nicht günstig. Im Jahr 2019 versteigerte der Brite seine legendäre Klampfensammlung (darunter die berühmte „Black Strat“) für mehr als 21 Millionen US-Dollar und spendete den Erlös an eine Klimaschutzorganisation. Dies zeigt, dass Gilmour nicht nur ein cooler Typ ist, sondern auch ein offener Geist mit großem Herzen.

    Er selbst beschreibt sich als „gitarrespielenden Familienmenschen“. Kein Wunder bei acht Kindern und ebenso logisch, dass er inzwischen eng mit seiner zweiten Frau, der Autorin und Fotografin Polly Samson, zusammenarbeitet, die viele Texte für seine Solo-Projekte schreibt.

    Mit seinem früheren Pink-Floyd-Kollegen Roger Waters kommt David Gilmour einfach nicht mehr zusammen

    Nur mit einem kommt er auf persönlicher Ebene definitiv nicht aus: mit seinem streitbaren Bandkumpel Roger Waters. Da trafen zwei Egos aufeinander, die zur Sollbruchstelle von Pink Floyd wurden. Gilmour war 1968 der Band beigetreten, um seinen Schulfreund Syd Barrett zu unterstützen und schließlich zu ersetzen. Vor allem mit Waters und dem Keyboarder Richard Wright prägte er das musikalische Gesicht der Jahrhundert-Alben The Dark Side of the Moon und Wish You Were Here.

    Auch im fortgeschrittenen Alter bleibt David Gilmour musikalisch aktiv. Sein 2024 veröffentlichtes Album „Luck and Strange“ stürmte die Charts. Auf der folgenden Tournee, auf der seine Tochter Romany (23) dabei war, verzichtete er bewusst auf manche Pink-Floyd-Klassiker, um Platz für neue Songs wie das wunderbare „Between Two Points“ zu schaffen. All the best, David!

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