Ein Moment, der für viele Menschen nur schwer zu fassen ist: Der Empfang einer persönlichen Segnung durch das Oberhaupt der katholischen Kirche. Der renommierte deutsche Schlager-Star und Volksmusik-Interpret Heino hat nun diese außergewöhnliche Ehre erfahren – und das Treffen mit Papst Leo XIV. hat ihn tief bewegt. Doch wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Ereignis und wie empfand Heino die Privataudienz im Vatikan?
Heino und der Papst: Wie kam es zur Privataudienz im Vatikan?
Die Initiative für dieses Treffen ging zunächst vonseiten des 87 Jahre alten Schlager-Sängers aus. In einem Brief an den Papst hatte Heino auf seine langjährige Verbindung zur Kirchenmusik und seine mehr als 250 Kirchenkonzerte hingewiesen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Auch das musikalische Erbe seines Urgroßvaters, der als Organist im Kölner Dom tätig war, spielte demnach in dem Schreiben eine zentrale Rolle.
Kurz vor Weihnachten 2025 sei die Einladung in den Vatikan ausgesprochen worden, sagte Heinos Manager Helmut Werner, der bei der Privataudienz am 24. Januar 2026 dabei war, gegenüber der dpa. In der Audienz von etwa 15 Minuten Länge habe der Papst über die verbindende Kraft der Musik gesprochen. Als Gastgeschenk habe Heino dem Papst eine goldene Schallplatte überreicht, die er für sein Kirchenlieder-Album „Frieden auf Ewigkeit“ bekommen hatte. Das Kirchenoberhaupt habe sich wiederum mit einem gesegneten Rosenkranz für den Besuch bedankt.
Laut Bild-Angaben habe der Papst den deutschen Volkssänger mit einem Fürbittengebet an Gott, ihn zu beschützen und ihm Gnade zu schenken, gesegnet. Laut der Zeitung ist Heino damit der erste deutsche Show-Star, dem die Ehre einer Segnung durch den Papst zuteilwurde. Wie der MDR berichtete, gehören zu den wenigen Musik-Weltstars, die den Papst persönlich getroffen haben, Andrea Bocelli und Sting. Der italienische Tenor hat mehrfach im Vatikan bei kirchlichen Großereignissen gesungen und dabei Papst Johannes Paul II., Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus getroffen. Der britische Musiker Sting wurde 2018 im Vatikan von Papst Franziskus empfangen.
Schlager-Star Heino: tief bewegt vom Treffen mit Papst Leo XIV.
Vom Treffen mit Papst Leo XIV. zeigte sich der 87-jährige Schlager-Sänger beeindruckt. Laut seinem Manager habe er bei der Segnung geweint. Auch auf seinem Instagram-Account äußerte sich Heino einige Tage später noch sehr bewegt von dem Erlebnis: „Das Treffen mit Papst Leo XIV. war die größte Auszeichnung, die man mir als Sänger und Mensch machen konnte“, schrieb der Musiker in einem Beitrag und gab Einblicke in den Ablauf: „Im Apostolischen Palast im Vatikan wurde ich im Rahmen einer Privataudienz vom Heiligen Vater gesegnet, wir haben uns sehr freundlich unter anderem über die Musik, das Leben und meine verstorbene Ehefrau Hannelore unterhalten“.
In einem weiteren Instagram-Post schilderte Heino in einem kurzen Video seine Gefühle: „Es war ein großes Erlebnis, Schulter an Schulter neben dem Papst zu stehen, ihm die Hand geben zu dürfen, und er mich gesegnet hat. Das war schon sensationell“ und schloss schmunzelnd ab: „Der kleine Heino neben dem großen Papst.“
Schlager-Star Heino ist der Kirche eng verbunden: Laut Bild-Angaben stammt er aus einer religiösen Familie und wurde katholisch erzogen. Schon in mehreren Jahren war Heino zudem mit seiner Kirchentournee unter dem Motto „Die Himmel rühmen“ in ganz Europa unterwegs. Dabei präsentierte er, begleitet von anderen Musikern, sakrale und klassische Lieder von Mozart, Schubert, Tschaikowski, Beethoven und Brahms, berichtete unter anderem domradio.de. Gegenüber der Bild sagte Heino, dass er dem Papst erzählt habe, wie er bei diesen Kirchenkonzert-Auftritten sein Publikum dazu aufrufe, immer wieder den Weg in die Kirche zu finden.
Der 87-Jährige ist trotz seines hohen Alters weiterhin sehr aktiv: Laut dpa startet im Februar 2026 seine neue Tour, die durch 80 Städte führt. Zudem hat Heino laut seinem Management einen Vertrag bis zu seinem 100. Geburtstag – im Jahr 2038 – mit einer Großraumdisko am Ballermann auf Mallorca.
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