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Laura Wontorra prägt das deutsche Fernsehen mit Vielseitigkeit und Präsenz

Porträt

Vom Sport bis zur Unterhaltung: Laura Wontorra ist überall auf Sendung

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    Laura Wontorra erarbeitete sich ihren Weg zu einer der präsentesten Moderatorinnen in der deutschen Fernsehwelt.
    Laura Wontorra erarbeitete sich ihren Weg zu einer der präsentesten Moderatorinnen in der deutschen Fernsehwelt. Foto: Eduard Martin/Jan Huebner

    Das Mikro in der Hand, die Kamera auf sie gerichtet, wenige Sekunden bis zur Live-Sendung – und trotzdem wirkt sie ruhig, konzentriert, fast schon selbstverständlich in ihrem Element. Ob am Spielfeldrand, in einer TV-Show oder mitten im Studiolicht: Laura Wontorra gehört zu den Gesichtern im deutschen Fernsehen, die scheinbar mühelos zwischen Sport und Unterhaltung hin- und herwechseln. In den vergangenen Jahren hat sie sich einen festen Platz in der TV-Landschaft erarbeitet – als Moderatorin, die nah dran ist, schnell reagiert und gleichzeitig eine Leichtigkeit ausstrahlt, die bei Zuschauerinnen und Zuschauern besonders gut ankommt.

    Wontorra-Familie beeinflusst Medienlandschaft nachhaltig

    Groß geworden ist sie in einer bekannten Medienfamilie. Ihr Vater, Jörg Wontorra, ist Sportjournalist und Moderator, ihre Mutter, Ariane Wontorra, war Redakteurin. Aber Laura Wontorra ist nicht nur „die Tochter von …“. Ihr beruflicher Weg ist heute vor allem eines: Selbst erarbeitet. Zwischen Fußballfeldern, Entertainment-Shows und Live-Formaten entwickelte sie sich zu einer der präsentesten Moderatorinnen im deutschen Fernsehen.

    Ihre familiäre Verbindung zur Medienwelt zieht sich bis heute durch ihre Biografie. Ihr Vater gehört seit Jahrzehnten zum deutschen Sportfernsehen. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter ist dabei nicht nur beruflich geprägt, sondern auch persönlich vielschichtig.

    Laura Wontorra wählte eigenen Weg in die Medienwelt

    In der gemeinsamen Dokumentation „Wontorras World Cup“ werden diese Facetten sichtbar. „Ich wollte eigentlich nicht, dass du diesen Beruf ergreifst“, sagt Jörg Wontorra darin zu seiner Tochter Laura in einer Szene. Beide sitzen auf der Rückbank eines Autos, fahren gerade durch die USA. Dieser Moment gibt einen seltenen Einblick in ein Verhältnis, das zwischen familiärer Nähe, der Erfahrung der Eltern und ihrem eigenem Weg immer wieder neu austariert wird.

    Dass Laura Wontorra heute vor der Kamera steht, wirkt rückblickend fast logisch. Doch einen Automatismus gab es dafür nicht. Sie entschied sich bewusst dafür, sich auf eigene Faust in der Medienwelt zu etablieren. Erste Schritte machte sie nicht im großen Rampenlicht, sondern über Praktika und kleinere Moderationsaufgaben. Heute profitiert sie von dieser frühen Routine und spielt sie in unterschiedlichen Bereichen vor der Kamera aus.

    Laura Wontorra führt nicht nur Interviews am Spielfeldrand: Zuletzt stand sie gemeinsam mit Moderator Daniel Hartwich für die RTL-Tanzshow „Let‘s Dance“ auf der Bühne.
    Laura Wontorra führt nicht nur Interviews am Spielfeldrand: Zuletzt stand sie gemeinsam mit Moderator Daniel Hartwich für die RTL-Tanzshow „Let‘s Dance“ auf der Bühne. Foto: Thomas Banneyer/dpa

    Moderatorin zeigt Vielseitigkeit bei Live-Auftritten

    Denn die 37-Jährige ist längst nicht mehr nur im klassischen Sportumfeld zu Hause, sondern bewegt sich zwischen unterschiedlichen TV-Formaten. Ob bei „Grill den Henssler“, „Ninja Warrior“, „Deutschland sucht den Superstar“ oder zuletzt bei „Let’s Dance“. Sie übernimmt verschiedene Rollen mit einer Professionalität, die im Live-Fernsehen entscheidend ist. Gerade diese Flexibilität hat sie zu einer Moderatorin gemacht, die bei Sendern äußerst gefragt ist. Dabei schafft sie es, sich schnell auf neue Formate einzustellen, ohne ihre eigene Präsenz und Natürlichkeit zu verlieren.

    Statt sich auf ein Genre festlegen zu lassen, hat sie sich ein Profil erarbeitet, das vor allem eines auszeichnet: Verlässlichkeit in den unterschiedlichsten TV-Situationen. Und diese Vielseitigkeit zeigt Wirkung beim Publikum. Laura Wontorra wirkt in ihren Auftritten selten distanziert oder überinszeniert, sondern nahbar und präsent im Moment. Gespräche führt sie auf Augenhöhe und authentisch. Die Mischung aus Professionalität und Leichtigkeit scheint ein Grund dafür zu sein, warum sie bei unterschiedlichen Zielgruppen funktioniert. Sie ist weder reine Sport-Insiderin noch klassische Unterhaltungsmoderatorin, sie bewegt sich gekonnt dazwischen.

    Live-Fernsehen schätzt Wontorras Verlässlichkeit

    Damit erreicht die 37-Jährige ein großes Publikum. Ihr Erfolg lässt sich dabei auch als Beispiel für den Wandel im deutschen Fernsehen sehen. Laura Wontorra steht für ein Moderationsverständnis, das weniger auf Distanz und klassische Autorität setzt, sondern stärker auf Nähe, Tempo und Anpassungsfähigkeit. In einer Medienwelt, in der Formate immer schneller wechseln und Zielgruppen vielfältiger werden, sind genau diese Eigenschaften zunehmend gefragt. Ihre Karriere zeigt auch, dass Vielseitigkeit im Fernsehen kein Nachteil mehr ist, sondern zu einem entscheidenden Vorteil werden kann.

    Wer in unterschiedlichen Genres funktioniert, bleibt präsent und wird für Sender wie Publikum gleichermaßen berechenbar im positiven Sinn: als jemand, der liefert, ohne sich zu verbiegen. Sie steht sinnbildlich für eine Generation von Moderatorinnen, die sich nicht mehr auf ein Format festlegen lassen, sondern das Fernsehen selbst als bewegliches Spielfeld verstehen.  

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