Die Lawinenlage in Tirol bleibt angespannt: Zu gleich drei weiteren Unfällen kam es am Freitagvormittag (20. Februar), bei denen mehrere Menschen verletzt wurden.
Lawine in Alpbach/Wildschönau: 17-Jähriger muss reanimiert werden
Am 20. Februar 2026, gegen 11:50 Uhr fuhren vier österreichische Schifahrer im Alter von 16, 17 und 18 Jahren im Schigebiet Alpbach/ Wildschönau vom gesicherten in den freien Schiraum im Bereich des Schatzberggipfels ein. Ihnen folgten ein 51-jähriger deutscher Schifahrer und eine 50-jährige österreichische Schifahrerin. Es löste sich ein Schneebrett mit einer Breite von ca. 60 Metern. Der 16-jährige, ein 17-jähriger und der 51-jährige Wintersportler wurden mitgerissen und teilverschüttet. Die anderen drei Personen setzten die Rettungskette in Gang und fuhren zu den Teilverschütteten ab. Der 17-Jährige wurde an der Unfallstelle reanimiert und in der Folge mit dem Rettungshubschrauber mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Krankenhaus Kufstein geflogen.
Im Einsatz standen ein Rettungshubschrauber, der Polizeihubschrauber, die Bergrettungen Alpbach, Auffach, Wörgl, Kramsach und Jenbach sowie die Alpinpolizei.
8.) Lawinenunfall in Kaltenbach
Am 20. Februar 2026, gegen 11:10 Uhr fuhren in Kaltenbach ein 48-jähriger, tschechischer Snowboarder und eine 47-jährige, tschechische Snowboarderin im Schigebiet Hochzillertal vom organisierten Schiraum in den freien Schiraum. Dort löste sich eine Lawine und riss die beiden Wintersportler mit. Sie konnten sich selbst befreien. Die Frau erlitt jedoch eine schwere Fußverletzung. Nachkommende Freerider setzten die Rettungskette in Gang und leisteten Erste Hilfe. Die Frau wurde terrestrisch von der Bergrettung Kaltenbach geborgen und anschließend mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Schwaz geflogen.
9.) Lawinenunfall in Kitzbühel
Am 20. Februar 2026, gegen 12:20 Uhr setzte ein 45-jähriger Österreicher einen Notruf ab und gab an, dass er in Kitzbühel im freien Schiraum am Steinbergkogel von einer Lawine erfasst und teilverschüttet worden sei und sich nicht mehr befreien könne. Die Besatzung des Rettungshubschraubers konnte den Mann jedoch nicht sichten. Eine telefonische Kontaktaufnahme war nicht mehr möglich. Später konnte von der Pistenrettung Rufkontakt mit dem Mann hergestellt werden, eine Lokalisierung war jedoch nicht möglich, weshalb erneut ein Rettungshubschrauber nachalarmiert werden musste. Nach längerer Suche konnte der Mann schließlich im Schnee stapfend, ohne Schier von der Bergrettung Kitzbühel und der Alpinpolizei lokalisiert werden. Der Mann war beim Lawinenabgang nicht verletzt worden. Im Einsatz standen zwei Rettungshubschrauber, die Bergrettung Kitzbühel, die Bergbahnen Kitzbühel und die Alpinpolizei.
Angespannte Lawinenlage in Tirol
In Österreich herrscht eine angespannte Lage in den Bergen: Die Lawinengefahr ist in vielen Regionen groß und liegt bei Warnstufe vier von fünf. Wie aus einer Mitteilung der Deutschen Presseagentur hervorgeht, gingen in den vergangenen Tagen Dutzende Lawinen in Österreich ab. Allein in Tirol sollen es laut der Notrufzentrale des Bundeslandes mehr als 30 an einem Tag gewesen sein. Die gefährliche Situation in den Bergen forderte mehrere Todesopfer.
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